Wer in Google Earth auf die Ruinen von Pompeji zoomt, sieht bislang Steine. Ein Prompt genügt, und daraus wird eine belebte Straße aus dem Jahr 78 nach Christus. Google hat die Bildgenerierung von Nano Banana 2 in die Webversion von Google Earth eingebaut, weltweit und ab sofort.

Dafür zoomt ihr auf einen Ort, klickt auf „create image“ und beschreibt, was ihr sehen wollt. Als Vorlage dienen die Satelliten-, Luft- und 3D-Aufnahmen, die Google Earth ohnehin ausliefert. Das erzeugte Bild übernimmt damit das echte Gelände samt Nachbarbebauung, während ein gewöhnlicher Bildgenerator den konkreten Ort gar nicht kennt.
Pompeji, Tokio und ein Campus als Cyberpunk-Kulisse
Google führt fünf Beispiele vor. Lehrkräfte lassen historische Orte rekonstruieren. Eine Infografik zur Freiheitsstatue entsteht, indem Gemini die historischen Angaben heraussucht und Nano Banana daraus die Grafik baut. Ein leeres Grundstück in Tokio wird zum Einkaufsviertel, ein Seeufer bekommt eine Blockhütte, und der Google-Campus in Mountain View verwandelt sich in eine Science-Fiction-Stadt mit Glasbiotopen und Flugtaxis.
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Am handfestesten wirkt der Fall für Architektur und Stadtplanung. Ein Entwurf, der im tatsächlichen Straßenzug sitzt, überzeugt in einer Kundenpräsentation schneller als eine Skizze auf Papier. Belastbar ist so ein Bild trotzdem nicht. Höhen, Abstände und Proportionen erfindet das Modell, und mit den physikalischen Eigenheiten der echten Welt können derartige Bildmodelle in der Regel noch nicht viel anfangen.
Die Funktion läuft ausschließlich in Google Earth im Browser. Auf dem Smartphone bleibt es damit vorerst beim Ansehen, zur Android-App äußert sich Google in seinem Blogeintrag nicht. Auch zu Limits für Gratisnutzer steht dort nichts, ebenso wenig zum Wasserzeichen SynthID, mit dem Google seine generierten Bilder sonst markiert.
In Google Maps für Android tauchte Nano Banana bereits im Quellcode auf, dort soll sich Street View unter dem Motto „Gleiche Straßen, neue Stile“ in verschiedene Bildstile übersetzen lassen. Final angekündigt hatte Google das bislang nicht.
