Hyundai Ioniq 3 kann auf Testfahrten überzeugen vor dem Marktstart

Hyundai Ioniq 3 1

Hyundai greift ins Geschehen der urbanen Elektromobilität ein und bringt nach dem Inster jetzt einen Kleinwagen an den Start, den man auch mal auf die Langstrecke schicken kann. Der neue Ioniq 3 soll im Sommer 2026 starten und überzeugt schon heute.

Einige wenige Journalisten dürfen bereits Runden mit dem Ioniq 3 drehen, der in diesem Fall noch leicht getarnt ist. Wobei das finale Auto im neuen Design „Art of Steel“ schon längst bekannt ist. Hyundai hat hier einige Verbesserungen eingebracht, damit der Kleinwagen viele Kunden anspricht.

Platz im Innenraum gibt es hier trotz der kurzen 4,15 Meter wie in der nächst größeren Fahrzeugkategorie. Die Kollegen schreiben vom „luftigen Raumgefühl“, ohne dass das Modell wie ein klassisches SUV wirkt. Im Kofferraum reichen die 441 Liter fast an die 450 Liter des VW ID Polo heran, mit dem sich der Ioniq 3 definitiv vergleichen lassen muss.

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Hyundai ist im Gleichschritt mit VW auch beim Infotainment, eine komplett neue Lösung auf Android-Basis feiert ihre Premiere und soll mit sehr vielen Verbesserungen überzeugen können. Klare Grafiken, gute Reaktionszeiten und verständliche Menüs überzeugen. Sogar beim Lenkrad kommen sich die Marken näher, denn Hyundai setzt auch auf eher plump verbaute Tasten.

Hyundai Ioniq 3 Cockpit

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Die ersten Testfahrer beschreiben den Ioniq 3 als „angenehm spritzig“, beim Anfahren käme der Ioniq 3 trotz weniger Leistung in die Richtung des 5er. Und der Ioniq 5 ist mit Standardausführung meines Erachtens schon wirklich ordentlich. Kein Sportwagen, aber man wird erst mal ganz vernünftig angeschoben.

Kurios ist, dass beim Ioniq 3 das Modell mit dem kleineren Akku den stärkeren Motor hat. Es gibt also mehr Leistung bei weniger Gewicht. Ein kleiner Unterschied, den man wohl spüren kann. Wobei der Grip trotz Frontantrieb gut sein soll. Mir persönlich wäre die Reichweite jedoch wichtiger, die beim großen Akku fast 500 Kilometer nach WLTP beträgt.

Auf einer Teststrecke notiert man bei Edison einen Verbrauch von 15 bis 17 kWh. 250 Kilometer würde damit selbst das Basismodell schaffen. Für mich ist das nicht akzeptabel im Alltag, selbst die nächst größere Stadt in 40 Kilometern Autobahn wäre damit schon im Winter ein haarsträubendes Erlebnis, das weiß ich aus Erfahrung.

Hyundai Ioniq 3 16

Sehr viel wert hat man auf das Lenkgefühl gelegt, das wäre „viel Arbeit“ gewesen. Definitiv sei das gelungen, der Ioniq 3 könnte dem Renault 5 beim Fahrspaß das Wasser reichen. Er wankt etwas mehr durch die höhere Bodenfreiheit, sei jedoch souverän und reaktionsschnell. Das Fahrgefühl sei durch Feedback direkt, so Autocar. Ein echter Kurvenräuber ist der Ioniq 3 jedoch nicht.

Windgeräusche sind bis zur Autobahngeschwindigkeit okay, werden dann aber deutlich hörbar. Dafür bleiben Geräusche von den Reifen gut im Hintergrund. Ansonsten geht es vor allem um Komfort, den man eher aus größeren Autos kennt. Das sei gut gelungen. „Er rollt, statt zu stolpern“, schreibt Edison zum Verhalten bei schlechteren Straßen.

An dieser Stelle die einzige große Enttäuschung: Hyundai hat bislang keinen N geplant. Es wird vom Ioniq 3 zumindest in nächster Zeit keinen Konkurrenten zum VW ID Polo geben. Die N-Line ist nur optisch. Darüber hinwegtrösten kann zumindest die Tatsache, dass schon der normale Ioniq 3 flott und stabil unterwegs ist, man also im Alltag auch mal Spaß damit haben kann.

Wir werden bei diesen neuen Angeboten unseren Ioniq 5 einstampfen und auf ein kleineres Modell wechseln. Inzwischen sind die technischen Daten gut genug. Aber welcher es am Ende wohl werden wird, steht für uns noch nicht fest. Definitiv ist der Ioniq 3 in der engeren Auswahl, wenn Hyundai denn auch bei den Assistenzsystemen nachlegen kann.

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