Bevor der neue ID.3 Neo aufschlug, gab es erst den ID.3 und danach noch ein Facelift-Update. Die bisherigen Modelle schlagen sich gut beim TÜV, was den Ruf des Fahrzeugs deutlich aufwertet.
Schon seit sechs Jahren gibt es den ID.3, damals bot kaum ein anderer europäischer Hersteller bereits Elektroautos in diesem Segment. Aber VW ha nicht nur Pionierarbeit geleistet, man hat mit zahlreichen Verschlechterungen im Innenraum und beim Design dafür gesorgt, dass das Image der eigenen Marke ordentlich Kratzer bekam.
VW hatte eigenen Premium-Anspruch über Bord geworfen
Schaut man aber auf die wirklich wichtigen Dinge, dann ist der ID.3 kein billiges Fahrzeug und ziemlich frei von Problemen. Fahrwerk, Beleuchtung, Bremsleistungen, Feststellbremse, Umwelt – alles kann beim ID.3 glänzen und so kommen nach vier bis fünf Jahren mehr als 91 Prozent der Fahrzeuge mängelfrei durch die HU.
Das größte und einzige deutlich Problem ist die Funktion der Fußbremse, mit einer 2,5-fach erhöhten Mängelquote im Vergleich zum Durchschnitt beider Altersklassen. Ich war damals bei unseren ID.3 auch kein Fan der Bremse, sie war manchmal zu weich und nicht griffig genug. Kein echtes Problem im Alltag, aber gewöhnungsbedürftig.
Sogar die Software ist jetzt bei VW kein Problem mehr
VW hat inzwischen auch seine Software weitestgehend im Griff. Sie war nicht auf Tesla-Niveau, aber in letzter Zeit zumindest zuverlässig. Jetzt gerade führt man ID. Software 6 ein, die basiert auf einer neuen Android-Lösung. Aber auch die „unsichtbare“ Software läuft nun zuverlässiger und weißt kaum noch Mängel auf.
Interessant: Die hervorragenden TÜV-Ergebnisse könnten teilweise durch die geringe Laufleistung verfälscht sein, da der ID.3 im Schnitt 22 bis 32 Prozent weniger gefahren wird als vergleichbare Verbrenner.
