Elektroautos sind sehr wartungsarm, doch beim Range-Extender sieht das schon wieder anders aus. Bei diesem Konzept ist zwar der Elektroantrieb im Fokus, doch der Verbrenner (oder Generator) bringt seine klassischen Nachteile mit.
Ganz interessant ist da das Wartungsintervall, was chinesische Marken wie Li Auto der Xiaomi vorschreiben, die nun mit Range-Extender-Modellen an Kunden herantreten. Auch bei uns in Deutschland relevant, gerade hat Zeekr mit dem 9X das erste Modell dieser Art zu uns gebracht.
Bei der Konkurrenz ist das Serviceintervall wohl auf drei Jahre für den Ölwechsel festgesetzt oder auf 30.000 Kilometer. Da die Range-Extender vor allem auf Reichweite ausgelegt sind, werden viele Kunden womöglich eher die Kilometergrenze erreichen.
SmartDroid.de bei Google folgenMit den neuen Xiaomi-Modellen der Skynomad-Serie muss man bereits nach dem ersten Jahr zum Service oder nach den ersten 10.000 Kilometern. Erst im Anschluss greift das längere Serviceintervall. 5 Liter für das von Xiaomi verwendete Öl (API SQ 0w-16) kosten wohl zwischen 60 und 80 Euro (bei uns).
Li Auto will euch übrigens nicht nach einem Jahr in die Werkstatt holen. Hier würde ein intelligentes System die Öl-Lebensdauer überwachen können. Da muss man also erstmals nach drei Jahren oder 30.000 Kilometer zum Boxenstopp kommen, auch da wird ein Spezialöl fällig.

In China wird ein Ölwechsel von Li Auto mit 150 Euro berechnet, bei uns dürfte der Preis deutlich höher liegen. Richtig teuer wird es aber bei Herstellern wie Volkswagen, die halten auch in China laut CNC-Bericht am jährlichen Wartungsintervall fest, zum Beispiel beim ID Era 9X.
Obwohl man die Range-Extender vor allem als Elektroautos vermarktet, die durch den Generator von einer hohen Reichweite profitieren, bringen diese Fahrzeuge eben doch die klassischen Nachteile mit sich. Was aber auch beim Elektroauto bleibt: Alle zwei Jahre ist ohnehin der TÜV fällig.
