Mit Touch „zu weit gegangen“: Mercedes steht zur Rückkehr echter Knöpfe, aber auch zum Hyperscreen

Mercedes GLC Lenkrad

Mercedes gehört zu den deutschen Autoherstellern, die in den letzten Jahren extrem stark auf Touch gesetzt haben und dann teilweise zurückrudern mussten. Besonders die berührungsempfindlichen Touchoberflächen an Lenkrädern waren bei Mercedes kein Erfolg und bei VW auch nicht.

Die beiden wohl bekanntesten Automarken aus Deutschland und möglicherweise ganz Europa, haben sich in den letzten 12 Monaten zu klassischen Elementen zurück besonnen. Beim Entfernen von klassischen Knöpfen ist man „zu weit gegangen“, gesteht der Mercedes-CEO im Gespräch mit Autocar ein.

Es ist immer noch kurios, dass gleich mehrere Automarken dieselben Fehler gemacht haben, obwohl sie doch derart hohe Entwicklungskosten haben und angeblich viele Jahre an Zeit und Ressourcen in ihre Bedienkonzepte stecken.

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„Wir verbringen unzählige Stunden mit der Benutzeroberfläche. Ich verbringe jedes Jahr Stunden damit, dies mit unseren Ingenieuren zu diskutieren, und wir scherzen, dass es so einfach sein muss, dass es entweder ein fünfjähriges Kind oder ein Mercedes-Vorstandsmitglied bedienen kann.“

Nun also die Rückkehr zu klassischen Tasten. Bei Mercedes sind am Lenkrad zum Beispiel wieder physische Walzen untergebracht. Mercedes war der eigenen Ansicht nach vielleicht der Zeit voraus, auf jeden Fall sei „die Branche als Ganzes vielleicht ein wenig zu weit gegangen“. Ich würde klar sagen, da hat man unter Druck drastische Fehler gemacht. Nun führt Mercedes „die sinnvollsten Tasten“ wieder ein, bestätigt Källenius.

Mercedes GLA Elektro 1

Mercedes ist zugleich für seinen Superscreen oder auch Hyperscreen bekannt. In der höchsten Ausstattung sind das im Grunde genommen drei zusammenhängende Bildschirme nebeneinander, die das gesamte Armaturenbrett besetzen. Dazu steht man und Källenius sieht dabei noch nicht den potenziellen Höchststand, was Bildschirme in Autos angeht. Es sei jedoch der Tiefpunkt erreicht, was Knöpfe angeht.

Die Hersteller haben bei der Bedienbarkeit ihrer Autos drastische Fehler gemacht und sie nicht sofort ausgebügelt. Das hat Spuren hinterlassen, gerade bei VW hat man sich dafür jahrelang der Häme hingegeben und erst 2026 das Lenkrad sowie andere Bedienelemente ausgebügelt, die 2020 eingeführt worden sind. Auch Mercedes hat den CLA EQ letztes Jahr noch mit dem Touch-Lenkrad eingeführt und es erst später ersetzt.

SmartDroid.de als Quelle bei Google

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