Renault will langfristig mit dem Megane wieder zurück zum Hatchback-Design, setzt aber vorerst noch einmal auf die gewohnte SUV-Karosserie. Man hat das Fahrzeug stark überarbeitet und mit einer Länge von lediglich 4,20 Meter ist es für extrem viele Kunden interessant, vergleichbar mit dem ID.3 Neo von VW.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ausstattung, denn es gibt mit Techno und Esprit Alpine nur zwei Linien, was den Kaufprozess deutlich vereinfacht und transparenter macht. Renault hat aber auch viele andere Punkte erneuert, die Front ist abgesehen vom Scheinwerfer stark erneuert worden, auch das Heck ist inkl. der Heckleuchten stark aufgewertet.


Weil man sich hinten die klassischen Türgriffe spart und im Bereich der C-Säule unterbringt, wirkt der elektrische Megane in meinen Augen sehr kurz und schon fast etwas sportlich. Allerdings wird das Fahrzeug durch einen neuen Akku ca. 2 Zentimeter höher. 440 Liter Stauraum bietet übrigens der Kofferraum.
SmartDroid.de bei Google folgenBeim Antrieb gibt es einen einzigen Elektromotor mit 220 PS und 300 Nm Drehmoment, damit sprinten wir in vernünftigen 7,6 Sekunden auf 100 km/h. Feierabend ist jedoch schon bei 160, was ich für deutsche Autobahnen etwas wenig finde. Es gibt keine Einstiegsversion mit weniger Leistung mehr, vielleicht aber irgendwann ein Alpine-Sondermodell.
Beim Akku gibt es Kompromisse in der Mitte. 67 kWh sind auf jeden Fall gut und sollen für 500 Kilometer ausreichen, Volkswagen bietet beim ID.3 Neo allerdings bis zu 79 kWh und 629 Kilometer nach WLTP. Beim Schnellladen sind sie sich ähnlicher, bei maximal 165 kW lädt der neue Megane E-Tech immerhin in nur 24 Minuten 15 bis 80 Prozent.
Im Innenraum hat man unter anderem die Bildschirme überarbeitet, wobei die Software weiterhin das reine Google-System mit App-Zugriff, Google Maps und Gemini ist. Ein „integriertes“ Datenpaket ist dabei, beschränkt aber Videos auf drei Stunden und Musik auf 40 Stunden je Monat. Möchte man mehr, muss gezahlt werden – eine fragwürdige Entscheidung.

Qi2 für kabelloses Laden (Smartphone) ist integriert, der „Smart Mode“ passt das Fahrzeug an den aktuellen Fahrstil an und per Gesichtserkennung werden Fahrzeugfunktionen an den jeweiligen Fahrer angepasst. 30 Assistenzsysteme runden das Paket ab.
Für mich ist der Megane E-Tech ein weiteres Auto in der engeren Verlosung, wenn wir 2027 einen Nachfolger für unseren Ioniq 5 suchen. Es soll bei uns kompakter und kleiner werden, die Auswahl an potenziellen Kandidaten wächst gerade jeden Monat deutlich an.
Was ich in diesem Fall ganz objektiv gut finde, ist die eingeschränkte Auswahl. Es gibt eine Motorausführung und einen Akku. Maximal simpel, wenig Stress für den Kunden bei der Wahl des „richtigen“ Modells.

Einst war der Megane als Zoe-Nachfolger angetreten. Mittlerweile war dringend ein Update nötig. In Deutschland tut man sich schwer mit der Wärmepumpe. Das liegt daran, weil sie meist schlecht integriert ist. Theoretisch wäre es möglich Innenraum und Batterie zu temperieren, wobei heizen und kühlen möglich ist. Als Quelle kann man die Umluft und Abwärme von Geräten nehmen. Möglich wäre aber auch eine Elektrische Heizschlange. Was in den Megane eingebaut ist, lässt sich aus dem Text nicht entnehmen. Die Franzosen sind aber über die Zeit mit dieser Integration immer besser geworden. Um wie viel steigt der Verbrauch, wenn man wie jetzt im Sommer, die Klimaanlage auf Maximum stellt, bzw wie angenehm wird die Temperatur im Auto-Betrieb der Klimaanlage?
Fraglich ist allerdings die Anpassung an den jeweiligen Fahrer. Da wäre mir mehr Datenschutz lieb. Andererseits kenne ich das, wenn man ein Fahrzeug zu zweit nutzt. Da wünscht man sich eine Memory-Funktion für die Sitzposition, Lenker und Spiegel. Das scheint noch zu aufwändig zu sein.
Im Vergleich zum Polo ist der Megan viel besser ausgestattet. Renault ist auf dem richtigen Weg. Man gewöhnt sich schnell an die Assistenzsysteme. Wenn sie vorhanden sind, sollten sie auch genutzt werden.