Über 300 Kilometer: So weit kommt der ID Polo mit dem großen Akku wirklich

VW ID Polo Gelb

Volkswagen hat den ID Polo mit zwei Akkugrößen eingeführt, doch die kleine Batterie zum Einstiegspreis wird nicht so gerne empfohlen. Liegt einfach daran, dass man damit tatsächlich nur im städtischen Gebiet unterwegs sein sollte, das ist dann für Lieferdienste, Pfleger etc. interessant, aber wohl nur für wenige „normale“ Kunden.

Am Ende geht es häufig darum, wie weit der große Akku im Mischbetrieb kommt und wie gut elektrische Kleinwagen heute tatsächlich bei diesem Thema sind. VW legt neben dem Hyundai Ioniq 3 sicherlich die Messlatte erst mal besonders hoch, da reden wir laut Datenblatt von 440 bis 500 Kilometern bei den genannten Modellen, was die meisten Chinesen nicht bieten.

Nun sind endlich zahlreiche Tests erschienen und der ID Polo überzeugt in den allermeisten Punkten. Das überrascht auch nicht. VW hat die massiven Kritikpunkte der ID-Reihe ausgemerzt und das auch beim ID.3 Neo, nur ist der ID Polo grundsätzlich auf einer verbesserten Plattform und daher noch einmal etwas anders. Es gibt zum Beispiel hier einen Frontantrieb.

SmartDroid.de bei Google folgen
ID. Polo 2

Auf der Autobahn kann der Verbrauch schon mal hochgehen, Jönohs berichtet von 17 kWh bei seinem kleinen Test. Damit sind jedoch immer noch über 300 Kilometer auf der Autobahn möglich, wenn man den Akku beinahe leer fährt. Realistisch mit Puffer oder nicht mit 100 Prozent gestartet, sind es jedoch eher 250 Kilometer. Bei einer Mischfahrt waren es noch 13,7 kWh Verbrauch.

Ein zweiter Test (von Elektrobays auf der Autobahn) in einer anderen Gegend mit einem anderen Fahrstil kommt auf 14,9 kWh und einer gesamten Reichweite von 312 Kilometern bei 93 km/h durchschnittlicher Geschwindigkeit. Hier sind dann noch 30 Kilometer bzw. 7 Prozent „im Tank“ gewesen, also ein kleiner Puffer.

Autogefühl bestätigt die anderen Tests, allerdings auch im sehr warmen Sommer. Bei durchschnittlich 100 km/h kam man hier auf 14 kWh bzw. ca. 370 Kilometer Reichweite, bei durchschnittlich 130 km/h waren es dann 18,5 kWh bzw. 280 Kilometer Reichweite.

Es ist davon auszugehen, dass man bei Fahrten in der Stadt und über Land tatsächlich über 400 Kilometer knackt. Die meisten Testberichte spielen sich jedoch auf der Autobahn ab. Das kann man einfach schneller abspulen und vor allem ist es für die Stromer die absolute Königsdisziplin. Im Winter wird sich die Reichweite nach unten korrigieren.

Bei den optimalen sommerlichen Bedingungen hat der ID Polo immer sehr flott seinen Peak an der DC-Ladesäule erreicht und die Ladekurve sehr gut oben gehalten. In diesem Fall ist die Peak-Ladeleistung also durchaus relevant, weil das Fahrzeug lange in dessen Nähe bleibt. Allerdings bringt der grundsätzlich eher niedrige Peak mit, dass sich kurze Stopps kaum lohnen.

In 10 Minuten hat der ID Polo bei optimalen Bedingungen daher lediglich 17 kWh geladen, also etwas über 100 Kilometer für die Weiterfahrt auf der Autobahn. Da lohnt es sich also eher doch, deutlich länger zu laden (ca 24 Minuten bis 80 Prozent), sonst verliert man bei kurzen Stopps unterm Strich einfach zu viel Zeit.

SmartDroid.de als Quelle bei Google

Schreibe einen Kommentar

Bleibt bitte nett zueinander!