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Standortverlauf: Google wird zum Zeuge und muss aussagen

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

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Google bietet mit seinen Smartphone-Diensten einen haargenauen Standortverlauf an, der in den USA sogar bis zur Polizei weitergeleitet werden kann. Was für Nutzer hin und wieder viel Komfort bedeutet, ist dem ein oder anderen schon zum Verhängnis geworden. In den USA kann die Polizei Gerätedaten von Google anfordern und um dringenden Tatverdacht sogar den Standortverlauf der Smartphone-Nutzer mit Google-Konto.

Weit über 100 solcher Behördenanfragen erreichen Google derzeit pro Woche, heute öfter mit der Frage nach sehr vielen Details. Ging es ursprünglich nur um anonymisierte Geräte-IDs, die sich zum Beispiel während einer Straftat in der Nähe des Tatorts aufhielten, wird heute sogar hin und wieder der exakte Standortverlauf weitergeleitet. Rechtsexperten sehen das kritisch, sogar als Verstoß gegen die amerikanische Verfassung.

Nachdem die Ermittler das Feld auf einige wenige Geräte beschränkt haben, von denen sie glauben, dass sie zu Verdächtigen oder Zeugen gehören, gibt Google den Namen, die E-Mail-Adresse und andere mit dem Gerät verknüpfte Daten bekannt. (New YorK Times)

Denn auf diese Art und Weise der Fahndung sind auch schon Unschuldige ins Visier der Behörden geraten, die dann sogar in wochenlanger Untersuchungshaft endeten. Google sei von den Vorgängen der Behörden auch nicht gerade begeistert, muss sich den Anordnungen allerdings beugen. Eine Debatte über Privatsphäre gibt es aufgrund dieser Dienste schon länger, nur sind diese gesammelten Daten heute noch brisanter denn je.

Standortverlauf: Verbraucherschutz nimmt Google ins Visier

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