VW beerdigt Idee vom Weltauto und stellt sich auf schwache Zahlen ein

VW ID Hero

Früher konnten Hersteller wie Volkswagen ein Modell entwickeln und sogar weltweit mit Erfolg verkaufen, doch die Idee vom Weltmodell passt heute nicht mehr in die Märkte und wird deshalb beerdigt.

Jeder kennt sie: Den VW Bus, den Käfer oder auch den Golf, mit diesen Fahrzeugen war Volkswagen über Jahrzehnte weltweit erfolgreich. Heute klappt das nicht mehr, Autos müssen für China, Amerika und Europa speziell ausgelegt sein, jeder Markt hat eigene Anforderungen und Kunden setzen diese inzwischen stärker durch.

Alle müssen sich anpassen, das gilt nicht nur für VW

Auch deshalb ist VW in den vergangenen Jahren mit Elektroautos wie dem ID.3 in China gescheitert. Dort wollen die Kunden deutlich größere Autos haben. Allein dass ein Fahrzeug elektrisch ist, reicht dort nicht aus. Genauso ist es in Europa, die Chinesen können nicht einfach ihre riesigen Stromer hier anbieten, sie müssen kleinere Modelle speziell für Europa entwickeln und tun das auch.

„Fahrzeuge in Deutschland entwickeln, in Europa produzieren und überall auf der Welt verkaufen: Dieses Geschäftsmodell hat den Volkswagen-Konzern über Jahrzehnte getragen. Außerhalb des Premiumsegments funktioniert es heute nicht mehr.“

VW stellt sich außerdem darauf ein, dass die „alten“ Zahlen nicht mehr zurückkehren. Die Verkaufszahlen vor der Corona-Krise werden nicht mehr erreicht können, das ist laut Oliver Blume sicher. Einerseits hat sich der Markt an sich verändert, andererseits muss man die Marktanteile jetzt mit noch mehr Konkurrenten teilen (BYD, Leapmotor, Xpeng etc.).

Überkapazitäten sind bereits abgebaut, aber damit ist VW immer noch nicht fertig. Immer wieder kommen Berichte darüber auf, dass chinesische Konzerne wie Xpeng und BYD großes Interesse an VW-Werken hätten, was sich bislang aber noch nicht offiziell bestätigt hat. Zumindest das Stammwerk ist sicher, künftig mit Produktion von Elektro-T-Roc, ID. Neo und später dem ID Golf. (via BZ)

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