VW plant Hands-free im ID Every1 ab 2027 nach dem Aus mit Bosch

ID.EVERY1

In den letzten Tagen klang es nach einem Zusammenbruch bei Volkswagen, doch die Trennung von Bosch wird zumindest nach außen als „halb so schlimm“ verkauft. Die bislang investierten 1,5 Milliarden Euro waren nicht umsonst, die bisherigen Entwicklungen kommen bald zum Einsatz.

Die eigentlich bis 2029 geplante Zusammenarbeitet endet jetzt drei Jahre vorher, etwas nach der Hälfte der gesamten geplanten Laufzeit. In dieser Zeit haben beide Unternehmen große Meilensteine gemeinsam erreicht, die deshalb nicht auf der Strecke bleiben, wie Bosch und VW gleichermaßen betonen.

Als Hauptgründe für das Scheitern gelten neben internen Konzernstrukturen vor allem erhebliche Verzögerungen bei den Fahrzeugprogrammen von Volkswagen sowie strategische Differenzen bezüglich des Entwicklungstempos. Man hat sich gewissermaßen auseinandergelebt.

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Dennoch haben Bosch und VW zum Beispiel die gesteckten Ziele für Fahrfunktionen bis zur Stufe Level 2 erfolgreich abschließen können. Freihändiges Fahren sei im städtischen Umfeld damit möglich und der Einsatz ist bereits für 2027 geplant. Wenn der ID Every1 (nicht finaler Name) nächstes Jahr startet, soll das System angeboten werden können.

„Wir haben zusammen leistungsfähige und wettbewerbsfähige Technologien für das assistierte und automatisierte Fahren bis Level 2 entwickelt und damit einen technischen Meilenstein erreicht.“

Von VW gibt es Kritik bezüglich unzureichendes Tempo bei der Kommerziellmachung und Oliver Blume fordert eine schnellere Skalierung für die Endkunden. Ein besseres internes Beispiel sei die Zusammenarbeit in China mit Carizon, dort ist man schon bei Level 2++ angelangt. Zumindest soll Cariad (Software-Teil von VW) die bisher erreichten Grundlagen in die Serienfertigung überführen.

„Darauf bauen wir jetzt auf – mit klarem Fokus auf Tempo, Skalierung und die schnelle Umsetzung für unsere Marken und Kunden.“

Level 3 für autonomes Fahren ist die nächste Stufe und dafür sucht sich VW einen neuen Partner. Bei Bosch guckt man nicht so negativ in die Zukunft, denn auch VW gilt als schwerfällig und habe seinen Anteil an den Problemen. Der eigentlich für 2025 geplante Elektro-Kleinwagen von VW verzögerte sich, die elektrische Plattform SSP sogar um mehre Jahre.

Wenn sich ein Auto selbstständig durch den Verkehr bewegen kann, wäre das schon ein großer Gewinn für viele städtische Autofahrer. Tesla will sein Supervised-FSD in Europa ausrollen, scheitert aber aufgrund der reinen Kamera-Technologie immer noch an den Behörden. Dennoch zeigt die Freigabe in den ersten Ländern, dass VW und Co. das Tempo erhöhen müssen. (via Automobilwoche)

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