Die Chronologie zur Einführung der neuen Nutzungsbedingungen ist bei WhatsApp schon sehr kurios. Erst wollte man sie schnell binnen weniger Tage durchdrücken, doch sah nach einem mächtigen Shitstorm davon zunächst ab. Erst drei Monate später nahm man den nächsten Anlauf. Diesmal unter Androhung von Konsequenzen für Nutzer, die den Nutzungsbedingungen nicht zustimmen.

Der zunächst fixe Stichtag (15. Mai 2021) wurde aber doch schnell aufgeweicht. Nutzer sollten noch mehr Zeit bekommen und nur stückweise Funktionen der App verlieren. Nun sind wieder zwei Wochen vergangenen und WhatsApp macht den nächsten Rückzieher. Wer den Nutzungsbedingungen in aktualisierter Form nicht zustimmt, soll WhatsApp trotzdem uneingeschränkt verwenden können.

WhatsApp rollt zurück, da staunen sogar Sportlehrer

Auf diese Kehrtwende ist man gekommen, weil dazu wohl unter anderem politische Leute, Behörden und andere Experten geraten haben. Jedenfalls deutet man das in einem Statement an, welches zuerst TNW vorlag.

„Angesichts der jüngsten Gespräche mit verschiedenen Behörden und Datenschutzexperten möchten wir klarstellen, dass wir derzeit keine Pläne haben, die Funktionalität von WhatsApp für diejenigen einzuschränken, die das Update noch nicht akzeptiert haben.“

WhatsApp will die Nutzer trotzdem „erinnern“

Es gibt stattdessen eine andere Art von Strafe, heißt es in den weiteren Zeilen des Statements. WhatsApp möchte seine Nutzer von Zeit zu Zeit daran erinnern, die neuen Nutzungsbedingungen zu akzeptieren. Man nervt seine Anwender also solange, bis diese endlich zustimmen oder zur Konkurrenz wechseln. Muss man abwarten, wie oft WhatsApp diese Erinnerung einblendet.

„Stattdessen werden wir die Benutzer weiterhin von Zeit zu Zeit an das Update erinnern.“

Man möchte dabei den Nutzern klarmachen, welch tolles und kostenloses Tool sie da verwenden und die Zustimmung der neueren Nutzungsbedingungen dafür nur ein kleines Opfer darstellt. Darüber lässt sich streiten. Der exzessive Datenaustausch mit Facebook ist hier jedenfalls nicht erlaubt, das betrifft eher Amerika und andere Länder außerhalb der EU.

Dennoch ist hierzu folgendes Video interessant, weil es über die Hintergründe durchaus gut aufklärt:

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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3 Kommentare

  1. Ich bekomme diese Erinnerung täglich. Muss man erst wegklicken, bevor man dir Chats sieht. Etwas nervig, aber bin schon überwiegend auf Signal umgestiegen. Hab nur noch gewartet, bis WhatsApp den Dienst für mich einstellt.

  2. Was mich am meisten stört ist dass die ganzen Leute die sich mit Computern auskennen nicht einfach längst eine modifizierte Version rausgebracht haben wo man selber alles mögliche einstellen kann, so wie damals bei Whatsapp plus.

    und man so die Beschränkungen einfach umgeht. oder dass verfälschte Daten an WhatsApp rübergeschickt werden.

    so könnte man selber die Länge der Zeichen im Status bestimmen oder wiederum das Limit erhöhen von 30 Sekunden auf z.b. eine Minute. oder gar kein Limit. oder das Weiterleiten nicht nur an 5 Personen sondern auch unlimitiert. oder dass die Qualität nicht auf 80% automatisch geschrumpft wird sondern bei voller Qualität bleibt und zig andere Sachen

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