Xiaomi hat in den ersten vier Monaten des Jahres nur etwas über 109.000 Fahrzeuge ausgeliefert, will bis zum Jahresende aber über eine halbe Million seiner Elektroautos und geplanten Range-Extender absetzen können. Das Ziel rückt in weite Ferne.
Wenn wir gleichmäßige Absatzzahlen hochrechnen würde Xiaomi vielleicht auf 400.000 Einheiten kommen, damit läge man deutlich unter dem gesetzten Ziel von 550.000 Einheiten. Von einigen wird erwartet, dass Xiaomi seine hohen Ziele zurückdreht, doch das wird der Finanzvorstand von Xiaomi Auto nicht tun, teilt er in neuesten Gesprächen mit.
Man muss auch sehen, dass Xiaomi gerade erst mit Auslieferung von YU7 begonnen hat und demnächst eine günstigere Standard-Version bringt, die sicherlich positive Auswirkungen auf die Verkäufe haben wird. Außerdem plant Xiaomi seinen ersten Range-Extender für Familien mit drei Sitzreihen in der zweiten Jahreshälfte.
Folge SmartDroid.de jetzt bei GoogleWas sich auch wieder drastisch gewandelt hat, ist der Verlust pro Fahrzeug. War man auf einem guten Weg in die Gewinnzone zu rutschen, hat man zuletzt wohl ca. 5600 Dollar Verlust pro Fahrzeug generiert.
Smartphones werden teurer und schlechter verkauft
Auch in anderen Kernsegmenten des Konzerns läuft es gerade nicht mehr so wie erhofft, unter anderem aufgrund der extrem hohen Preise für Speicher. In den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres sind die Nettoeinkünfte um 57 Prozent im Jahresvergleich abgerauscht. Der Umsatz ging erstmals seit drei Jahren zurück (-11 Prozent).
Xiaomi wirkt den schlechteren Verkäufen und Margen mit höheren Preisen entgegen, damit die wirtschaftlichen Kennzahlen für den Konzern wieder stimmen. Alleine steht man mit diesen Problemen nicht da, alle anderen sind genauso betroffen, also auch direkte Konkurrenten wie Samsung.
Die größte Kritik an diesem Punkt: Premium-Smartphones von Xiaomi sind preislich auf dem Level von Apple angekommen. Besonders aufgrund der Historie günstige Smartphones anzubieten, wird Xiaomi inzwischen oft als gierig wahrgenommen. (via Thinkercar, Bloomberg)
