Xiaomi hat sich in den ersten zwei Jahren behaupten können. Die Marke ist neu am Automarkt, aber in China ist sie bereits ein großer Name. Nun soll die Strategie mehr in die Breite gehen, noch 2026 startet das erste nicht vollelektrische Modell der Marke und womöglich dazu auch noch eine zweite Automarke.
Generell ist es so, dass die Autohersteller in China den Weg gehen, den wir auch aus Europa kennen. Nur eben nicht durch die Vereinigung in einem Konzern, sondern durch das Gründen neuer Submarken. BYD hat bereits mehrere Marken, darunter Denza und Yangwang.
Geely hat viele Marken, auch in Europa hat man eingekauft, etwa Smart, Volvo und Polestar, dazu kommen noch Chinesen wie Zeekr. Leapmotor will demnächst mit einer neuen Premium-Marke teurer werden, Xiaomi hingegen günstiger.
Wie man aus China hört, soll Xiaomi an einer neuen Marke namens „Skynomad“ planen. Damit sei auch die Expansion in andere Märkte geplant. Hinter dieser Marke werden wohl Range-Extender angeboten, ein erstes China-typisches großes SUV mit drei Sitzreihen soll noch 2026 folgen.
Zum Vorbild scheint man sich NIO zu nehmen, die im Premium-Segment begonnen haben und sich dann mit Onvo sowie Firefly breiter für kleinere Budgets aufstellten. Besonders das finanzielle Risiko ist mit Submarken jedoch teuer, wenn die nicht gut genug funktionieren.
Wir haben in der Vergangenheit in Europa gesehen, dass sich die Marken ganz klar für eine Linie entscheiden müssen. Und wenn sich der Hersteller breiter aufstellen will, muss es neue Submarken geben. Beispiele: Mercedes scheiterte mit seiner reinen Luxus-Strategie und VW hat den Sprung ins Premium-Segment nie geschafft.
Xiaomi will heute eher Premium wirken, bietet aber seinen YU7 Standard nun extra günstig an. In der DNA der Marke steckt auch, dass man günstige Produkte für „alle“ möglich macht.
