Netflix plant einen riesigen Deal und konkurriert mit anderen Unternehmen bei der Übernahme von Warner Bros. Discovery. Es wäre nicht zum ersten Mal der Fall, aber dennoch ein weiterer Paradigmenwechsel, denn die Streaming-Welt löst endgültig das alte Hollywood ab. Netflix steht aber zunehmend in der Kritik und unter Beobachtung.
Denn so einen Deal kann man nicht einfach ungeprüft machen. Die US-Justizbehörde guckt jetzt nämlich ganz genau hin und hat eine sogenannte Civil Investigative Demand (CID) an Produzenten und Filmemacher verschickt, um Informationen über die Marktmacht von Netflix einzuholen. Es geht um eine potenzielle Monopolbildung.
Netflix hat großen Abstand zu allen anderen Streaming-Diensten
Obwohl es so viele Streaming-Dienste gibt, steht besonders Netflix aufgrund seiner Größe sehr stark im Fokus. Die Übernahme von Warner soll auch mal eben über 80 Milliarden Dollar kosten, bei Paramount wird sogar eine „feindliche Übernahme“ von 100 Milliarden Dollar vorbereitet. Im März soll bei Warner eine Entscheidung fallen.
Im Fokus steht natürlich die Größe der Plattform, die durch Netflix und Warner entstehen würde. Da hängt unter anderem auch HBO mit drin, kürzlich mit HBO Max in Deutschland gestartet. Die Archivtiefe einer Netflix-Warner-Plattform wäre unschlagbar. Allerdings würde das den Wettbewerb erheblich schwächen, denn er existiert dann schlicht nicht mehr.
Netflix könnte ungeahnte Marktmacht über Filme und Serien erlangen
Der Kulturkampf ist auch ein Kampf um Geld und Macht. Netflix könnte (finanziell gesehen) am längeren Hebel sitzen, aber auch die Justiz spielt eine Rolle. Von außen betrachtet? Spannend wie ein Thriller. Aber die Konsequenzen wollen wir uns eigentlich nicht ausmalen, wenn wieder nur ein Marktriese die Streaming-Inhalte und Trends maßgeblich vorgibt.
