Mercedes hat mit dem CLA EQ im vergangenen Jahr den Startschuss für seine neuen Elektroauto-Architekturen gegeben, sie laden deutlich schneller und sind wesentlich effizienter. Der entscheidende Punkt: Diese Technik kommt in alle Modelle. Kunden des CLA EQ berichten von sehr guten Ladekurven unter realen Bedingungen.
Denn das ist immer so ein Punkt. Natürlich gibt es die Daten vom Hersteller und die klingen erst einmal gut. Mercedes wirbt damit, dass die Ladekurve der neuen Generation sehr schnell stark ansteigt, damit man mit deutlich über 300 kW möglichst schnell neuen Strom in den Akku bekommt, um dann schnell wieder weiterfahren zu können. Aber klappt das in der Realität?
Ein zufriedener Kunde hat jetzt ein paar Daten seiner Ladevorgänger gesammelt. Er berichtetet von mehreren Winter-Ladevorgängern. Darunter war kein „spontaner“ Ladevorgang, der Akku konnte daher immer ausreichend vorgeheizt werden und somit den beworbenen Peak von 320 kW erreichen oder sogar deutlich übertreffen.
Ladeleistung des Herstellers regelmäßig übertroffen
Der Mercedes-Benz CLA 350 erreicht in der Spitze eine Ladeleistung von bis zu 351 kW an kompatiblen Schnellladesäulen. Das ist schneller als vom Hersteller beworben und ein bekanntes Phänomen der Plattform. In drei der fünf Beispiele wurde die angegebene Ladeleistung des Herstellers übertroffen, auch die Durchschnittswerte überzeugen.
- 7->51%, 43,4 kWh in 10:57 min, Durchschnitt 240,6 kW, Peak 351 kW bei MB Charging Alpitronic
- 12->80%, 65,7 kWh in 20:52 min, Durchschnitt 189,9 kW, Peak 336 kW bei MB Charging Alpitronic
- 17->70%, 51,5 kWh in ~15 min, Durchschnitt ~206 kW, Peak 282 kW bei Ionity ABB
- 12->69%, 55,3 kWh in 16:01 min, Durchschnitt 207,7 kW, Peak 327 kW bei Ionity Alpitronic
- 10->80%, 68,1 kWh in ~21 min, Durchschnitt ~195 kW, Peak 298 kW (wahrscheinlich Ladesäule limitiert) bei Ionity ABB
Wie erwähnt, kommt diese Architektur in alle Modelle, da braucht es keine C-Klasse EQ oder das angesprochene Coupé. Auch im neuen GLB EQ steckt diese Plattform und ebenso im kommenden GLA EQ, der auf den bisherigen EQA folgt. 800 Volt mit diesen Ladeleistungen zum Standard zu machen, war die einzig richtige Entscheidung von Mercedes.
