BYD überrascht mit dem Atto 3 Evo und enttäuscht ein wenig mit dem neuen Seal. Auch der elektrischen Limousine verpasst man nämlich eine neue Generation für dieses Jahr, aber das Upgrade unter der Haube bringt nicht den erhofften Sprung auf eine stärkere 800-Volt-Plattform.
Es erscheint uns etwas unlogisch, dass BYD den Atto 3 mit der Evo-Generation auf 800 Volt stellt und damit die Ladegeschwindigkeit deutlich erhöht, diesen Schritt beim aktualisierten Seal jedoch nicht geht. Daher wird der neue Seal weiterhin nur maximal 150 kW ziehen und für den Sprung auf 80 Prozent ganze 37 Minuten benötigen. Das ist zweifelsohne nicht mehr zeitgemäß.

Die äußeren Veränderungen sind wirklich geringfügig und daher kaum zu erkennen. Außen scheint nur die Position des Logos am Heck neu zu sein, ansonsten ist alles wie vorher. Es gibt noch neue Felgen.
Zu den technischen Neuerungen gehören ein optimiertes Fahrer-Überwachungssystem für strengere Sicherheitsstandards und ein digitaler Bluetooth-Schlüssel für den Zugang per Smartphone. Außerdem vergrößert man den Kofferraum von 400 auf über 485 Liter. Der Frunk wächst durch eine neue Verkleidung auf 72 Liter.

BYD geht also einige, jedoch nicht alle Kritikpunkte an. Ich hätte hier schon sehr gern sehr viel schnelleres Schnellladen gesehen. Damit hätte man das Topmodell (570 Kilometer nach WLTP) zum Langstrecken-Auto machen und somit besser im Markt positionieren können. Immerhin ist die Limousine nun familientauglicher.

