Renault hat angekündigt, dass es in Zukunft auch den Wechsel zu einer 800-Volt-Plattform geben wird. Erstmals macht man diesen Schritt schon 2026 und überrascht mit einer klugen Entscheidung.
Denn das erste „normale“ Auto mit 800 Volt ist bei Renault kein übliches Volumenmodell, sondern der neue Trafic E-Tech, also ein Transporter. Der bietet zwar schon 450 Kilometer Reichweite, aber das ist aufgrund der Fahrzeugform nicht gerade viel, hier steckt immerhin ein 80 kWh großer Akku drin.
Viele Transporter mit 800 Volt gibt es derzeit noch nicht
Weil man mit diesem Fahrzeug tendenziell häufiger laden muss, kommt dem Kunden hier das leistungsstarke Schnellladen zugute. Renault gibt 20 Minuten für die Ladung von 15 auf 80 Prozent an, was kein Rekordwert und dennoch ziemlich gut ist. Damit werden die meisten 400-Volt-Volumenmodelle deutlich unterboten.

Für Renault ist es im Grunde genommen auch das erste Software Defined Vehicle. Die meisten elektrischen Bauteile können via OTA-Updates langfristig gepflegt werden und es benötigt dafür keinen Werkstattbesuch. Was früher noch ein Rückruf war, ist heute nur noch ein Update.
Wie bei normalen PKW auch, setzt Renault für die Software auf Google und will in diesem Bereich künftig noch enger mit dem US-Unternehmen zusammenarbeiten. Derzeit gibt es wohl erst mal das gewohnte Android Automotive mit Google-Diensten und Renaukt-Anpassungen.
Für einen Transporter kann sich der Innenraum wirklich sehen lassen, wenn man etwas Geld für die höheren Ausstattungen in die Hand nimmt:

In den nächsten Jahren plant Renault bei vielen Volumenmodellen den Wechsel zu 800 Volt, voraussichtlich bleiben nur die kleineren Elektroautos auf 400 Volt und profitieren dennoch von Verbesserungen beim Schnellladen. Man ist hier genau wie VW etwas träger als die Konkurrenz aus China.
