Elektroautos profitieren aufgrund ihrer Vorteile von einer steigenden Nachfrage, doch das wachsende Problem an den öffentlichen Ladesäulen kennen wir bereits von Tankstellen. Die Preise sind zu hoch und wirken stellenweise willkürlich berechnet.
In einem aktuellen Frontal-Bericht geht man dieses Thema an und berichtet über die stellenweise extrem hohen Preise, die man zumindest beim Ad-hoc-Laden am Schnelllader vorfindet. Ad-hoc entspricht der eigentlich gängigen Bezahlweise, nämlich direkt an der Ladestation mit der eigenen Debitkarte oder Kreditkarte.
Ladekarten ohne Sondertarif machen Elektroauto auch mal gerne so teuer wie Benziner
Beim Elektroauto wird jedoch dringend zur Ladekarte geraten, die in der Regel günstiger ist. Selbst ohne einen Tarif kann man sparen. Aber nicht immer. Hat man eine Ladekarte vom Autohersteller oder einem anderen großen Anbieter wie Elli, werden im Standardtarif selbst am AC-Lader gerne über 70 Cent fällig, am DC-Lader auch mal 85 Cent.
Ich selbst stehe vor demselben Problem. Wir laden öffentlich an verschiedensten Ladestationen unterschiedlichster Anbieter. Fast ausschließlich die Ewe-Go-Ladekarte ist hier sinnvoll, sie bietet einheitliche 62 Cent als Ladepreis an und keine Überraschungen. Aber sie wird nicht immer akzeptiert.
Roaming war früher kein Problem, heute ist es eine Kostenfalle
Ein Ladetarif eines großes Anbieters wie z.B. EnBW bringt seit der letzten Tarifumstellung den Nachteil mit, dass die guten Preisen nur im eigenen Netz und bei wenigen Partnern gelten, aber nicht generell beim Roaming. Vor ein paar Jahren war das noch anders. Das ist intransparent, verdirbt einem echt die Laune am Elektroauto.
Aber bei „Frontal“ ging man nicht allein auf das Problem mit den Schnelladern ein, auch die Dominanz der Stadtwerke rund um die Städte stellt ein Problem dar und führte teilweise schon zu Monopolstellungen in einigen Regionen.
Einen Wettbewerb wie in China gibt es jedenfalls nicht, dort entwickeln und positionieren sich nämlich auch die Automarken selbst als Ladeanbieter mit eigenen Ladeparks und Stationen. In Deutschland halten sich die Automarken eher bedeckt und treten als Investoren auf, zum Beispiel bei Ionity.
Beratungsvideo zu Ladekarten 2026
Um eine Übersicht zu erhalten, kann man sich mal das folgende Video von Move Electric anschauen. Dass es für die Ladetarife ein Video von 20 Minuten benötigt, sagt meines Erachtens auch schon viel aus. Das Thema ist kompliziert und umfangreich, was eigentlich nicht sein muss.

Mein Tipp zum Thema Ladpreise und welche Karte wo nutzen: Chargeprize App
Hat mir geholfen, die passende Ladekarte für meine Region zu finden. Und hilft mir nach wie vor zu sehen, welche meiner Karten an welcher Säule die günstigste ist.
Wie erwähnt, es gibt nicht überall die „eine Ladekarte“. In unserem Alltag laden wir bei der Stadt, bei Allego, EnBW und anderen, einfach weil das Netz hier wirklich umfangreich aufgebaut ist und wir natürlich unterschiedlich einkaufen etc.
mit der Tesla App und EWEgo App/Karte kommt man in ganz Europa ohne Probleme durch. Tesla und EWEgo haben fast die gleichen Preise und Decken annähernd 80% aller Lademöglickeiten ab. Außer in CZ,c da ging EWEgo bis vor kurzem noch nicht.
Ja gut, in unserem Alltag ist halt alles vertreten, außer ein Tesla-Charger. Auf Langstrecke lande ich da auch tatsächlich eher selten.
Im Grunde ist es ganz einfach:
1. Wer wie ich eine private Wallbox hat, muss eh fast nie öffentlich laden. Ich selbst habe vor ca. 3 Jahren das letzte Mal öffentlich geladen.
2. Wer die Möglichkeit nicht hat, holt sich eine Karte eines günstigen Anbieters in der Nähe.
3. Google Maps stellt online eine Karte zur Verfügung, in der alle Stationen aufgeführt sind, die nicht teurer sind als 0,49 Cent pro Kilowatt!
Davon abgesehen ist es natürlich recht teuer an Autobahnen zu laden aber das kennen wir ja schon seit Jahrzehnten von Tankstellen. Wenn der Liter Benzin in der Stadt 1,80€ kostet, zahlt man auf der Autobahn völlig überteuerte 2,20 € pro Liter! An einer Autobahntankstelle an der A5 in der Nähe von Eschborn wurden sogar kürzlich schon über 3,10€!!! gesehen! Also über welche Abzocke reden wir hier!?
Die 62 Cent , die hier als angemessen bewertet werden, wie viele % teurer ist das als der eigentliche Strompreis? 100% mehr? 200% mehr? Und warum?
Angemessen zum restlichen Markt, nicht zum allgemeinen Strompreis. Natürlich sind die grundsätzlich zu hoch.
Man kann nur hoffen, das diese teuren Anbieter einfach ignoriert werden, ich lade auch nur bei Ewe Go und Vattenfall und natürlich hauptsächlich an der eigenen Wallbox.
Lokal fahren wir fast kostenlos, doch auf unseren längeren Strecken sind wir auch auf Ladekarten angewiesen und haben die vergangenen zwei Jahre, seit wir unseren EV6 haben, gemerkt, dass es sowohl unübersichtlicher als auch teurer geworden ist, öffentlich zu laden. Da schau ich schon vorher, was am günstigsten ist. Vergangenes Jahr in Frankreich war es Ionity mit Abo. In Deutschland kommt meist auch die EWE Go Karte zum Einsatz.
Es ist aber ein Trauerspiel. E-Mobilität sollte deutlich günstiger sein als Verbrenner zu fahren. Stattdessen werden Kunden inzwischen beim Laden und beim Service abgezockt. So wird das nichts mit der Energiewende.
Aldi Bier, wir lieben Dir!
Aldi, Lidl, Kaufland…44 bis 47 Cent…selbst Tesla ohne Mitgliedschaft für 32 bis 35 Cent zu bestimmten Tag- und Nachtzeiten…
Tesla gibts hier nicht, Aldi auch nicht. Wir haben jetzt einen Lidl mit „Schnelllader“, aber der kann nur 60 kW :D