VW gesteht ein: Der ID.3 Neo hat noch nicht das Zeug zum ID. Golf

VW ID.3 Neo Front

In einem aktuellen Gespräch gesteht sich VW ein, dass der ID.3 Neo zwar in vielerlei Hinsicht eine ganz neue Qualität bietet und wirklich umfangreich verbessert wurde, aber noch nicht die Hürde schaffen konnte, um dass daraus ein ID. Golf wird.

VW hat intern bewusst die Grenzen „sehr hoch“ gesetzt. Die Maßstäbe, damit ein Fahrzeug Golf genannt werden kann, sind anders als bei anderen Modellen. So hoch, dass der ID.3 Neo da noch nicht heranreicht. Die gute Nachricht: Kunden zeigen sich trotzdem zufrieden mit den vielen Veränderungen.

Aus dem Edison-Interview mit VW-Vertriebsvorstand wird damit klar, dass der ID.3 Neo zwar ein gutes und verbessertes Elektroauto ist, aber noch längst nicht das Zeug hat, als ID. Golf eingeführt zu werden. Genau deshalb hat man sich dann auch dagegen entschieden und anders als beim ID.Polo oder ID.4 bzw. ID.Tiguan noch nicht die Transformation gewagt.

Das heißt, wer einen echten vollelektrischen Golf will, der greift vielleicht nicht zum ID.3 Neo, sondern greift entweder zum Verbrenner-Golf, den es aktuell gibt, oder dann zum tatsächlichen ID. Golf, der nicht vor 2028 zu erwarten ist.

VW ID.3 Neo 1
VW ID.3 Neo, Foto: VW

Technische Erwartungen: 800-Volt-Plattform und Rivian-Architektur

Die größte Hoffnung ist eigentlich, dass wir im ID. Golf dann eine neue 800-Volt-Plattform (SSP) vorfinden und natürlich auch die neue Rivian-Architektur. Das heißt, ein Software-defined Vehicle auf dem höchsten Level.

In meinen Augen ist das für VW der richtige Weg und man hat sich bewusst dagegen entschieden, mit einem einem umbenannten ID.3 wieder ein Übergangsmodell zu schaffen, das schlussendlich nicht Fisch und nicht Fleisch ist. Auch wenn das bedeutet, dass Kunden (sehr) lange warten müssen, um einen elektrischen Golf kaufen zu können.

Denn man muss auch festhalten, dass man den ID.3 Neo nur bedingt verbessern konnte, was die Technik und diese ganzen Dinge unter dem Blechkleid angeht. Denn hier steckt immer noch die MEB-Plattform drin, die weiterhin dafür sorgt, dass der ID.3 für ein Elektroauto relativ wenig Stauraum im Kofferraum hat. Vorne gibt es weiterhin keinen Frunk und das Schnellladen ist mit knapp unter 30 Minuten jetzt auch nicht so der große Knaller.

Klar, das ist hier nur die Mittelklasse, aber wenn wir sehen, dass andere Hersteller in dieser Klasse dann auch schon auf 800 Volt umsteigen und damit Ladegeschwindigkeiten anbieten, die bei 25 Minuten oder darunter liegen, dann müsste da ein Golf meines Erachtens mithalten können. Und das kann der ID.3 Neo leider noch nicht.

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