VW ID.3 Neo ist da und radiert 5 Fehler des Vorgängers aus

VW ID.3 Neo Front

VW bringt den ID.3 in einer neuen Generation als ID.3 Neo an den Start, den Wandel zum ID. Golf verzögert der Hersteller noch um wenigstens zwei Jahre. Wir freuen uns jedoch über die zahlreichen Neuerungen des ID.3 Neo, weil man damit viele Fehler des Vorgängers ausradiert.

Im Kern steckt ein neuer Motor (weiterhin Heckantrieb), der effizienter ist und die Reichweite des 79 kWh Modells auf 630 Kilometer erhöht. Etwas mehr Dynamik im Vortrieb ist jetzt dank 350 statt 310 Nm ebenfalls zu erwarten, wenn man sich für das große Modell entscheidet.

Die Ladezeit soll mit über 180 kW DC-Laden auf deutlich unter 30 Minuten für 10 – 80 Prozent gedrückt werden. Das bleibt eher Mittelmaß, viele Hersteller rücken da den 20 Minuten deutlich näher oder sind sogar schon drunter. Ein Makel, der weiterhin bleibt.

VW ID.3 Neo 1

Die kleineren Akkus laden mit maximal 105 kW, sollen dafür eine stabile Ladekurve bieten. 417 Kilometer kommt der kleinste Akku weit, 494 Kilometer die mittlere Akkukapazität. Warum wieder drei Akkus, wovon zwei so nah beieinander sind? Finde ich zu verwirrend.

Metallelemente im Innenraum, neues Lichtdesign sorgt für VW-Look

VW krempelt den ID.3 mit der Neo-Generation trotzdem umfassend um. Außen gibt es deutlich mehr Wagenfarbe statt schwarzer Bauteile, außerdem ein neues Lichtdesign für einen typischeren VW-Look. Man hat so gut es geht die Vorderansicht ausgebessert.

VW ID.3 Neo 2
VW ID.3 Neo, Foto: VW

Innen setzt VW neuerdings auf Kippschalter, Drehknöpfe, sogar auf vier Fensterheber in der Fahrertür und Metallelemente. Die alten Toucheinheiten sind wieder raus. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe, der Innenraum wird wieder hochwertiger und zumindest teilweise wieder blind bedienbar.

Das sieht jetzt wieder aus wie in einem echten VW:

ID.3 Neo Türtafel

Schalter mit Metallfinish sorgen für einen hochwertigen Look im neuen Innenraum

Die Bildschirme des ID.3 Neo sind eine ganze Ecke größer, das neue Android-Infotainment (ID.Software 6.) bietet nun ein umfassendes App-Angebot. Das ist noch kein Tesla-Level, aber ein notwendiger Sprung gewesen. Noch ein Makel weniger.

VW bringt sogar eine echte Mittelkonsole zurück, mit aufklappbarer Armlehne, Getränkehalter und zwei Smartphone-Plätzen im Zentrum unterhalb der neuen Bedieneinheit für die Klimaanlage. Die Innenraumgestaltung des Vorgängers war zwar „luftiger“, aber zu radikal ausgedünnt und hatte eher Transporter-Vibes.

ID.3 Neo Klima
ID.3 Neo Cockpit

Starten soll der neue ID. Neo im Herbst 2026, dabei gibt es die neuen Grundversionen Trend, Life und Style, das bisherige Pure-Modell fällt daher zumindest als Bezeichnung weg. Auch das ist eine Annäherung an die Verbrenner, bei denen es kein Pure oder Pro S gibt.

VW beseitigt viele Kritikpunkt und macht den ID.3 sogar sehr Verbrenner-nah. Das haben sich viele wohl gewünscht. Der ID.3 Neo wirkt jetzt nicht mehr wie ein Sondermodell, nur weil es ein Elektroauto ist.

Neu sind auch ein Premium-Audiosystem, der „Park Assist Pro“, eine progressive Lenkung, Vehicle-to-Load, One-Pedal-Driving und vieles mehr. Was sich leider nicht ändern: Durch die veraltete Bauweise der MEB-Plattform gibt es weiterhin nur 385 Liter Volumen im Kofferraum, da bietet der neue ID. Polo durch die neue MEB+ Bauweise mit über 435 Liter deutlich mehr.

Für uns spielt sich der ID.3 Neo wieder in die engere Auswahl für unseren nächsten Stromer. Auch weil es jetzt bei VW endlich den digitalen Autoschlüssel via Smartphone gibt, Vehicle-to-Load könnte mal nützlich sein und ein echtes App-Angebot für das Infotainment war schon jahrelang überfällig. Einstiegspreis: Weiterhin über 30K (ohne Prämien und Förderung).

Update vom 17.04.2026: Nun ist das neue Modell auch im Konfigurator live.

Reicht euch das schon aus um den ID.3 wieder als „True Volkswagen“ anzuerkennen?

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