Schon bei jungen gebrauchten Elektroautos gilt immer der Blick auf die Batterie und wir haben neben einer Reichweitenangst auch durchaus die Angst vor einer deutlich schlechteren Batterie nach den ersten Jahren. Doch es gibt zahlreiche Studien und Beispiele, dass das nicht die Realität ist.
Eine großzügig angelegte Langzeitstudie (aus den USA, Recurrent Auto) zeigt, dass Elektroautos nach einem Zeitraum von drei Jahren im Durchschnitt noch über 97 Prozent ihrer ursprünglichen Reichweite verfügen. Selbst nach einer Nutzungsdauer von fünf Jahren lag die verbleibende Reichweite im Schnitt bei über 95 Prozent, also ziemlich nah am Wert des Neuwagens.
Nach drei Jahren haben außerdem über 68 Prozent der untersuchten Fahrzeuge aus dem täglichen Betrieb noch die offizielle Reichweitenangabe der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA übertreffen können. Besonders positiv sind Autos von Mercedes, Hyundai und Rivian aufgefallen, außerdem von Cadillac und Ford.
SmartDroid.de bei Google folgenDer Extremfall: 600.000 Kilometer mit der ersten Batterie
Echt spannend ist außerdem das Ergebnis eines sieben Jahre alten Tesla Model 3 nach über 610.000 Kilometern auf der Uhr. Man würde erwarten, dass der Akku des Fahrzeugs tot oder schon mehrmals getauscht ist. Dem ist jedoch nicht so, dabei ist der Kapazitätsverlust von rechnerisch 34 Prozent sogar recht niedrig.
Wenn ich heute Tesla Model 3 mit über 200.000 Kilometer suche, finde ich bei Autoscout gerade drei Stück. So ein extremer Kilometerstand ist also genauso extrem selten und wäre selbst dann als Zweitwagen für kurze Wege immer noch eine gute Lösung. Das besagte Fahrzeug kam immer noch auf den Highway über 223 Kilometer weit, beim Pendelverkehr innerorts wäre mehr drin. (via Insideevs)
Ich selbst benötige vielleicht ab 2027 ein zweites Auto und dann soll es vielleicht ein gebrauchter Stromer sein, der hier für kurze Pendelstrecken zum Einsatz kommt. Ich habe dabei keine Angst vor „schlechten“ Akkus, die schon runter sind.
