Android 13 bekommt keine Sicherheitspatches mehr aus dem Android Open Source Project (AOSP). Das bestätigt ein Blick in Googles offizielle Security-Bulletins: Im März-Bulletin 2026 tauchte die 2022 eingeführte Version erstmals nicht mehr auf, das April-Bulletin listet ausschließlich Android 14, 15 und 16 als versorgte Branches. Wie Heise als einer der ersten berichtete, könnte damit das Dezember-Update 2025 der letzte offizielle Fix für Android 13 gewesen sein.
Google hat über die letzten Jahre die Logik von Android-Patches radikal umgebaut. Der Konzern liefert Sicherheitsupdates für Android nur noch im Quartalstakt statt wie zuvor monatlich. Ein Teil der Angriffsfläche bleibt weiterhin versorgt, denn Komponenten unter Project Mainline sowie die Play-Dienste werden unabhängig von der Android-Version aktualisiert. Neue Lücken im Kernbetriebssystem selbst werden bei Android 13 aber nicht mehr geschlossen.
Hersteller bestimmen, wie lange es trotzdem weitergeht
Wie relevant das Ende der AOSP-Versorgung für euch ist, hängt jetzt primär am Gerätehersteller. Samsung hat im Februar den Support für die Galaxy-S21-Reihe (außer FE) eingestellt, nachdem die Modelle zuletzt ohnehin nur noch quartalsweise Patches bekamen. Die Galaxy-S22-Serie ist im selben Monat vom monatlichen auf den Quartalsrhythmus gewechselt. Für neuere Flaggschiffe gilt inzwischen ein anderes Versprechen: Ab der Galaxy-S24-Serie garantiert Samsung sieben Jahre OS- und Sicherheitsupdates.
Die Reichweite zeigt sich in Googles eigener Verteilungsstatistik, die der Konzern über das Android-Studio-Dashboard veröffentlicht. Zum Stichtag 1. Dezember 2025 lag Android 13 dort bei rund 13,9 Prozent. Für technisch versierte Nutzer bleiben alternative ROMs wie LineageOS oder /e/OS eine Option, die Android 13 (LineageOS 20) teils weiterführen. Sie greifen jedoch selbst auf die AOSP-Patches zurück, sodass neue Sicherheitsfixes nur entstehen, wenn die Entwickler Lücken eigenständig schließen. Android 17 wird unterdessen für Juni erwartet.
