Neue Pixel-Funktion soll Spyware-Angriffe sichtbar machen

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Bild: Midjourney

Google hat eine neue Schutzfunktion für Android veröffentlicht. Android Intrusion Logging sichert sicherheitsrelevante Spuren auf dem Smartphone, um gezielte Angriffe nachzuweisen. Entwickelt wurde sie gemeinsam mit dem Security Lab von Amnesty International und der NGO Reporter ohne Grenzen. Aktuell läuft sie auf Pixel-Geräten mit dem Dezember-Update für Android 16.

Amnesty warnt vor immer raffinierteren Angreifern

Die Organisation warnt, dass Überwachungsakteure zunehmend wüssten, wie sich digitale Spuren verwischen lassen. Bisher mussten Sicherheitsforscher mit Protokollen arbeiten, die Android eigentlich nur für die Fehlersuche von Entwicklern speichert. Diese werden regelmäßig überschrieben und reichen für eine spätere Analyse oft nicht aus.

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Donncha Ó Cearbhaill, Leiter des Security Lab, ordnet die neue Funktion so ein: „Intrusion Logging verspricht, das Kräfteverhältnis zugunsten der Verteidiger zu verschieben und Ermittlern aus der Zivilgesellschaft die entscheidenden Beweise zu liefern, um einige der fortgeschrittensten Angriffe auf Journalisten und Aktivisten zu erkennen und offenzulegen.“

Logs landen verschlüsselt im Google-Konto

Die Funktion zeichnet Sicherheits-Events, DNS-Anfragen und Netzwerkverbindungen auf. Damit lassen sich Entsperrvorgänge, ADB-Befehle, App-Installationen oder verdächtige Server-Verbindungen nachvollziehen. Die Logs werden mit einem nutzerseitig erzeugten Schlüssel verschlüsselt und im Google-Konto abgelegt. Weder Google noch Dritte können sie lesen.

Intrusion Logging läuft zunächst nur auf Pixel-Geräten mit Android 16. Google hat eine Unterstützung weiterer Hersteller angekündigt, ohne einen Zeitplan zu nennen. Amnesty weist zudem auf einen entscheidenden Punkt hin: Die Funktion muss vor einem möglichen Angriff aktiviert werden. Nachträglich lassen sich keine Logs erzeugen.

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