NIO hat vor einiger Zeit einen Elektro-Kleinwagen an den Start gebracht und war mit dem Firefly in Europa sogar deutlich vor VW ID Polo und anderen Alternativen. Aber das hat nichts gebracht, die Premium-Marke für Elektroautos scheiterte auch mit diesem Versuch kläglich.
Laut den aktuellen Aufzeichnungen steht Firefly in der ersten Jahreshälfte 2026 in Europa bei 76 zugelassenen Modellen. Für das gesamte letzte Jahr sind es nur 137 Fahrzeuge. Ein absolutes Desaster, denn damit verkauft sich der Kleinwagen genauso schlecht wie die teuren Premium-Modelle von NIO.
Dabei war man zum Marktstart ziemlich laut und auf den ersten Blick hat Firefly durchaus überzeugen können. Viel Fokus auf Sicherheit und Praktikabilität im Alltag, besonders der Stauraum war für so ein kleines Auto zu diesem Zeitpunkt atemberaubend gut. Reichweite und Ladeleistung waren es jedoch nicht.
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Gescheitert ist man aber mit dem Preis, denn als unbekannte Marke für ein Elektroauto rund 30.000 Euro zu verlangen, das konnte nicht aufgehen. Auch die Präsenz in den Märkten ist ausbaufähig, bis heute ist Firefly in wenigen Ländern zu bekommen, in Deutschland etwa gar nicht.
Dass einzige krasse Ding wäre der Batterie-Wechsel über die speziellen Stationen gewesen (ich fand das richtig stark), aber das System hat NIO in Europa weitestgehend aufgegeben auszubauen und für den Firefly nie angeboten. Nun gibt es ID Polo, Renault 5 und Co. mit vielen Vorteilen, guten Reichweiten, Service-Netz und so weiter, da hat der Firfly eigentlich keine Chance mehr.
Wenn man Kritik zum Firefly findet, dann ist es in der Regel der Preis. Das ist auch bei anderen Automarken durchaus der Fall, etwa beim neuen ID Polo von VW, aber da verzeihen die Kunden das, denn sie kennen die Marke, können die Fahrzeuge vor dem Kauf testen und erhalten im Zweifel auch gute Rabatte vom Händler.
