Google Labs hat mit Dreambeans eine experimentelle App für Android und iOS veröffentlicht, die aus den Daten eures Google-Kontos täglich personalisierte Geschichten erzeugt. Statt eines endlosen Feeds gibt es eine feste Sammlung, die laut Google über Nacht aus euren Inhalten „gebraut“ und jeden Morgen neu serviert wird.
Mit eurer Zustimmung greift die Funktion „Personal Intelligence“ auf Dienste wie Gmail, Kalender, Google Fotos, YouTube und den Suchverlauf zu und knüpft daraus Themen. Aus einer Versandbestätigung für Welpenleckerli wird etwa eine Geschichte mit Trainingstipps, der angekündigte Besuch eines Freundes führt zu Vorschlägen für hundefreundliche Restaurants in der Nähe.
Die eigentliche Besonderheit steckt im Bildteil. Jede Geschichte bekommt eine eigene Illustration vom Bildmodell Nano Banana 2. Tauchen ihr selbst oder euch nahestehende Personen darin auf, zieht Dreambeans (wie auch schon an anderer Stelle) euer Abbild aus Google Fotos heran und setzt es direkt in die Szene, statt auf generische Stockbilder zu setzen. Euer Gesicht landet damit vollautomatisiert in KI-generierten Bildern, was mir persönlich jetzt nicht so gefallen würde. Keine Ahnung, ob man spezifische Teile der App deaktivieren kann, ich denke aber mal, man muss sich eher für die komplette KI-fizierung bereiterklären, oder die App völlig links liegen lassen.
SmartDroid.de bei Google folgenTippt ihr eine Geschichte an, ergänzt Dreambeans Informationen aus dem Web und schlägt nächste Schritte vor. Favoriten lassen sich sichern, per Feedback passt ihr die künftige Auswahl an. Mindestens eine verbundene App ist nötig, welche Dienste ihr freigebt, entscheidet ihr selbst. Auf Personal Intelligence in anderen Produkten wie den Gemini-Apps oder dem AI Mode wirken sich diese Einstellungen laut Google nicht aus.
Dreambeans startet zunächst für berechtigte Google-AI-Ultra-Abonnenten ab 18 Jahren in den USA. Wer keinen Zugang hat, kann sich mit einem privaten Google-Konto auf eine Warteliste setzen lassen. Ich bin skeptisch, ob die App das Google Lab jemals verlässt, das sieht doch alles noch sehr experimentell aus. Insgesamt glaub ich auch nicht, dass das im Alltag wirklich unterstützt.
