Eigentlich sind Elektroautos von Natur aus eher ruhig und still, die deutlich hörbaren Geräusche sind künstlich und in Europa etwa bei langsamen Geschwindigkeiten vorgeschrieben. Renault erwägt jedoch hörbare Elektroautos durch dauerhaft künstliche Fahrgeräusche.
Konkret geht es um einen Prototypen des Renault R5 Turbo 3E (der ultra krasse E-Kleinwagen), den der französische Hersteller hinter den Kulissen gerade mit einem Hyundai Ioniq 5 N vergleicht. Keine Autos aus dem selben Segment, doch sie teilen ein Ziel (Elektroautos spürbar machen) und Hyundai macht dabei etwas anders.
Auf einer Teststrecke hat der Renault-Chef mit ausgewählten Medien einen Testtag verbracht. Dabei wurde geprüft, ob der künstliche Verbrenner-Sound des Hyundai nicht auch etwas für Renault wäre. Wie man bei Autocar schreibt, zeigte sich der Renault-CEO beeindruckt von der Art und Weise, wie man das bei Hyundai umgesetzt hat. Ähnliches hörten wir zuletzt auch von Porsche.
SmartDroid.de bei Google folgenDiese Fahrgeräusche sind in der Regel optional und müssen nicht verwendet werden. Blöd ist es eigentlich meines Erachtens nur dann, wenn man etwa im Sportmodus dazu gezwungen wird. Da sollten die Hersteller dem Kunden meines Erachtens alle Optionen lassen.
Ein weiteres Thema während des Tages war zudem der Plan für die Zukunft, was neue Technologie angeht. Peugeot will Steer-by-Wire für ein Serienauto erstmals im kleinen 208 anbieten und das spornt auch bei Renault an. Obwohl die Technik zunächst teuer ist, will man sie langfristig in kleineren Fahrzeugsegmenten anbieten können.
Steer-by-Wire kommt langsam in der Autobranche an. Die Lenkung ist dabei vollkommen digital, das spart eine Menge an Bauteilen und ermöglicht eine neue Konstruktion für mehr Platz im vorderen Bereich des Fahrzeugs. Für starke Lenkmanöver benötigt es hier nicht mehr große Bewegungen am Lenkrad, auch das ist ein Vorteil.
Auf dem Event wurde noch einmal betont, dass es kein Comeback von Renault Sport geben wird. Wenn es sportlich wird, dann steht bei Renault künftig immer Alpine auf dem Auto.
Was die allgemeine Zukunft angeht, wurde noch einmal über eine langfristige Kostensenkung von 40 Prozent geredet. Auch deshalb hat man die Elektroautosparte Ampere wieder direkt in den Konzern eingegliedert, das vereinfacht die Strukturen.
