Denza: BYDs Autobahn-Marke will mit Flash-Charging bei BMW, Porsche, Mercedes wildern

Denza Z9 GT

Denza wurde gar nicht allein von BYD gegründet, sie gehörte tatsächlich mal mit zu Mercedes. Heute wirkt die Premium-Marke jedoch eher chinesisch, dabei ist zum Beispiel der Designer der neuen Modelle ein bekannter Deutscher.

Der neue Z zeigt besonders stark seine deutschen bzw. europäischen Einflüsse. Das viersitzige Cabriolet (und Coupe) mit über 1.500 PS soll natürlich auch seinen Weg nach Europa finden. Insgesamt sind bereits sieben weitere Modelle geplant, die man noch 2026 nach Europa bringen will.

Denza Z 3

Denza steht für Hightech zum Premium-Preis, das erste Modell kostet deutlich über 100.000 Euro und kann mit über einem Megawatt schnell geladen werden. Für diese Werte müssen sich BMW, Mercedes und Porsche lange strecken. Jene Konkurrenz, die künftig ein paar Kunden an Denza verlieren soll.

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Obwohl es der Marke komplett an Historie und Prestige fehlt, soll sie Kunden im genannten Preissegment gewinnen können. Qualität und Technologie sollen ziehen, beim Schnellladen sieht man sich aufgrund der neuen Technologie mindestens sechs Jahre vor der Konkurrenz. Der schnelle Ausbau soll das untermauern.

Denza und BYD müssen gerade noch Service und Handel aufbauen, was noch reichlich Zeit benötigt und dennoch notwendig ist. NIO ist ein konkurrierende Marke und schlechtes Beispiel, denn für NIO läuft es in China gut, aber in Europa bzw. Deutschland ist man komplett chancenlos. Die verkaufen derzeit kaum mehr als ein Auto im Monat.

Bislang überzeugt der neue Denza Z9 GT mit Power an den beiden Achsen und am Schnelllader, kann aber im Bereich der Assistenzsysteme und Fahrwerk noch nicht auf dem höchsten Level mitspielen. Das könnte Kunden mit dem notwendigen Budget abschrecken. Ich bin noch geteilter Meinung, ob chinesische Marken jenseits der 100.000 Euro eine Chance haben.

Denza Z9 GT 2026 2

Damit es in Europa passt, werden die hier eingeführten Fahrzeuge umfassend angepasst. Für den deutschen Kunden bedeutet es die Optimierung für die hiesige Autobahn.

„Vor einem Jahr bin ich die chinesische Variante des Z9GT erstmals in Europa gefahren. Wir vom hiesigen Management-Team haben damals unser Feedback gegeben. Das Fahrzeug wurde daraufhin für den europäischen Markt komplett überarbeitet, etwa bei der Fahrdynamik. Die passt nun zur deutschen Autobahn. Selbst das Lenkrad wurde geändert, damit es den europäischen Geschmack trifft.“

Die BYD-Leute, darunter der Deutschland-Chef, zeigen sich optimistisch und sehen den Preis daher als nur einen Faktor von vielen.

„Ich bin überzeugt: Die Premium-Kundschaft in Deutschland schaut auf die technischen Eigenschaften, auf die Innovationen und auf das Produkt als Ganzes. Der Preis spielt dabei auch eine Rolle, aber nicht die entscheidende.“ – via Welt

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