Hyundai hat in den letzten zwei Jahren mit zwei elektrischen N-Modellen für mächtig Furore gesorgt, nachdem der Hersteller bereits mit 800 Volt in der Mittelklasse viele Europäer ausstechen konnte. Hyundai Ioniq 5 N und Ioniq 6 N waren aber erst der Anfang.
Derzeit läuft die Weiterentwicklung der elektrischen N-Modelle, eine neue Plattform soll das Fahrerlebnis „noch realistischer“ machen. Anders als bei Verbrennern muss man beim Stromer deutlich nachhelfen, damit es für den Fahrer mehr Feedback gibt, denn eigentlich sind Elektroautos quasi „geräuschlos“ und beschleunigen wie auf Schienen.
Hyundai sieht sich im Segment der elektrischen Sportmodelle als führend und nicht folgend. Das möchte man weiter ausbauen. Zu charakteristischen Merkmalen künftiger Modelle können Leerlauf, verstärkte Fehlzündungen und auch Vibrationen gehören. AMG setzt bereits auf haptische Feedback im ersten elektrischen GT 4-Türer.
SmartDroid.de bei Google folgenHyundai ist nach eigenen Aussagen nicht auf total ernste Kunden ausgelegt, sondern möchte mit N vor allem Spaß und Unterhaltung bieten. Während von außen immer noch viele was von Spielerei rufen, sind die Leute nach einer ersten Fahrt in der Regel begeistert von simulierter Gangschaltung und den synthetischen Klängen. Porsche integriert das jetzt auch.

Hyundai spricht bereits von der nächsten Elektro-Plattform, welche E-GMP (aus 2021) der aktuellen Modelle ersetzt. Erst auf der neuen Plattform gibt es noch einmal deutlich verbesserte N-Modelle, wird im Gespräch mit Autocar verraten. Man möchte „weiterhin Marktführer in diesem Segment“ sein. Welche Autos als N kommen werden, ist noch nicht angekündigt.
Hyundai will mit seiner neuen Plattform die Autos vor allem effizienter machen und das gilt einerseits für den Energieverbrauch während der Fahrt und andererseits auch an der Ladesäule. Es ist keine Revolution, aber eine „gewaltige Evolution“. Die Basis bleibt ein 800 Volt System.
Ich selbst bin von der Performance am Schnelllader begeistert, unser Ioniq 5 lädt den 84 kWh Akku in ca. 18 Minuten auf 80 Prozent und schafft das zuverlässig in allen Jahreszeiten. Nicht so geil ist die Effizienz, unser Jahresschnitt liegt bei ca. 19,5 kWh.
