Hyundai hat in der Mittelklasse schon auf Technologie wie 800 Volt (2021!) gesetzt, da haben andere noch davon geträumt. Inzwischen ist Hyundai etabliert und baut das Portfolio seiner Elektroautos. Man wird jedoch bei der Reichweite überholt, etwa von neuen BMW-Modellen mit über 100 kWh Akkus und 800 Kilometer Reichweite.
Doch zu diesen Batterien darf sich kritisch geäußert werden, denn das Wachstum ist genau die falsche Strategie. Denn die immer größer werdenden Batterien (148 kWh im iX5!) sind nicht gerade zugunsten der Autopreise und vor allem untermauern sie nicht die Effizienz der Elektroautos, für die sie eigentlich stehen könnten.
Man sieht es bei Hyundai drastisch: „Ich denke, wir hätten schon vor etwa fünf Jahren damit beginnen sollen, die Vergrößerung der Batterien zu begrenzen.“ Und: „Heutzutage sollte eine 100-kWh-Batterie mehr als ausreichen.“
SmartDroid.de bei Google folgenTatsächlich ist BMW im Grunde genommen der einzige Hersteller mit großem Volumen im Absatz, der auf solche großen Batterien setzt. Wobei man auch bei Hyundai nicht ganz raus aus dem Schneider ist, denn beim Ioniq 9 gibt es 110 kWh. Damit geht man über Grenzen, die Hyundai-Leute wie der Technik-Chef Manfred Harrer sehen (via Edison).
Ich selbst fahre den Hyundai Ioniq 5, der die 84 kWh Batterie des aktuellen Modells auch durchaus benötigt. Das Fahrzeug ist nicht gerade effizient und kommt im Winter auf der Autobahn trotz des großen Energiespeichers nur 250 bis 300 Kilometer weit. Hyundai gleicht das mit 18 Minuten Schnellladen aus, aber die Baustellen für künftige Modelle sind offensichtlich.
Ein neuer Ioniq 5 ist für die nächsten Jahre schon bestätigt, da werden wir dann wohl keine größeren Batterien bekommen. Wir sehen bei Tesla und anderen Automarken dass für Hyundai bei der Effizienz noch was geht, daran muss auf jeden Fall gearbeitet werden.
