Cupra war mal eine Sonderausstattung für Seat-Modelle, doch inzwischen ist die Submarke emanzipiert und extrem erfolgreich. Das erste Halbjahr 2026 verdeutlicht, dass es bei Seat wohl auf die letzten Jahre hinausläuft.
Dabei sind Seat und Cupra sehr weit auseinander. Seat steht weiterhin für sehr günstige Verbrenner, während Cupra eher im sportlichen Premium-Segment zuhause ist. Der Cupra Raval kostet derzeit rund 30.000 Euro nach Listenpreis, da müsste man bei Seat schon zum Leon Sportstourer greifen.
Seat stellt in den kommenden Jahren kein Elektromodell in Aussicht und das ist in meinen Augen ein indirekter Hinweis dafür, dass die Automarke wohl keine langfristige Zukunft hat. Die gemeinsame Firma wird inzwischen vor allem von Cupra getragen.
SmartDroid.de bei Google folgenCupra verkauft im ersten Halbjahr 2026 mehr als 170.000 Autos und damit deutlich mehr als Seat mit weniger als 130.000 Fahrzeugen. Besonders erfolgreich ist dabei gerade der elektrische Raval, der neue Kleinwagen hat die Erwartungen um das Doppelte übertroffen.
Die Nachfrage nach dem Raval verhalf außerdem den Kundenbestellungen für reine Elektrofahrzeuge im zweiten Quartal zu einem Zuwachs von 85,0 Prozent. Und es ist bekannt, dass sich Unternehmen von diesem Format vor allem auf Produkte stürzen, die noch Wachstum erzeugen können.
Bedeutet in meinen Augen: Das Unternehmen hinter den beiden Marken wird den Fokus noch stärker auf Cupra verschieben und die Marke deutlich mehr pushen, sodass die Kluft zwischen Cupra und Seat weiterhin wächst. Und irgendwann kommt das Ende von Seat, ist jedenfalls meine Prognose.
Angeblich sei der Raval jedoch wieder auf einer Streichliste, weil VW das gesamte Angebot an Modellen in den nächsten Jahren deutlich verkleinern will (und muss). Da stellt sich zurecht die Frage, ob ein Polo GTI und Cupra Raval nebeneinander existieren können. Aber die aktuellen Zahlen des Raval stärken dieses Modell.
