VW muss erneut einen geschrumpften Gewinn kommunizieren und erreicht derzeit eine Umsatzrendite von noch 3,8 Prozent. Der Wandel zum Elektroauto ist dabei Fluch und Segen zugleich für einen der weltweit größten Autokonzerne.
Denn auf der einen Seite steht ein sehr starkes Wachstum im Segment der Elektroautos. Volkswagen dominiert den Markt in Europa und es gibt noch sehr viel zu holen. Im zweiten Quartal sind die Auftragseingänge für vollelektrische Modelle um satte 50 Prozent angezogen, unter anderem sind die neuen Kleinwagen wie ID Polo und Skoda Epiq bereits jetzt ein großer Erfolg.
Der Automarkt ist insgesamt im Wandel und das kostet den Konzern sehr viel Geld. Die neuen Elektroautos haben noch lange nicht die Gewinnmarge wie die klassischen Verbrenner. Außerdem kaufen Chinesen nicht mehr deutsche Autos wie früher, sie vollziehen beim Wechsel auf Elektroautos außerdem den Wechsel auf einheimische Automarken.
SmartDroid.de bei Google folgenAuch im Bereich der Software ist vieles anders als vor zehn Jahren. Cariad wurde nach schweren Jahren inzwischen komplett neu aufgestellt, liegt jedoch mit 815 Millionen Euro immer noch sehr tief im Minus. Insgesamt ist die Transformation des Automarktes für Volkswagen eine enorme Herausforderung und zugleich kämpft man mit generell niedrigeren Absatzzahlen nach den Corona-Jahren.
Die schwierige Lage ist nicht gänzlich selbst verschuldet, das muss man mal erwähnen, weil das viele anderes denken. VW kann nichts für den neuen Markt in China, auch wenn man hier für technologisch ebenbürtigen Modelle etwas zu lange gebraucht hat. Für die amerikanische Politik kann der Konzern freilich genauso wenig. Trump kündigte jetzt schon wieder neue Zölle gegen die EU an.
