BYD: Schlechte Arbeitsbedingungen auch im ersten Europawerk?

BYD Atto 3 Yuan Plus 2026

Bild: BYD

Wenn man über die chinesischen Hersteller und deren Produkte berichtet, dann kommt auch immer wieder das Thema der Qualität der Arbeitsplätze und das Thema Umwelt auf. Nun soll dieses Thema auch in Europa akut sein, denn BYD baut gerade noch sein Werk in Ungarn auf und hier wächst der Druck durch die Behörden.

Grundsätzlich ist es nun so, dass die neue Regierung in Ungarn wohl deutlich weniger „chinafreundlich“ ist und daher in vielen Punkten sehr viel genauer hinschaut. BYD und CATL haben sich nicht grundlos in Ungarn angesiedelt, um ihre Produkte noch innerhalb der EU fertigen zu können. Doch sie werden nun wesentlich stärker kontrolliert und sanktioniert.

BYD will mit einem Jahr Verzögerung nun endlich ans Netz gehen, damit Autos direkt in Europa produziert werden und keine Strafzölle mehr kosten. Allerdings sei es für den Werksbau schon zu unfairen Mitteln gekommen, die Vorgängerregierung habe BYD geheime Fördermittel bereitgestellt und mehr als 10.000 chinesische Arbeitskräfte ins Land gelassen.

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Die „eigenen“ Arbeitskräfte scheint man unmenschlich lange arbeiten zu lassen. Berichte von „China Labor Watch“ belasten das Bauprojekt mit Vorwürfen unbezahlter Überstunden und extremer Arbeitszeiten von bis zu 14 Stunden täglich an sieben Tagen pro Woche. Obendrauf kommt der Punkt, dass der frühere Außenminister heute in einer Führungsposition bei BYD sitzt.

BYD profitierte von einigen Vorteilen, darunter zusätzlich beschleunigte Genehmigungsverfahren und generell wohl der Fakt, dass bei Umwelt und anderen Themen bislang nicht ganz so genau hingeschaut wurde. Das läuft jetzt anders, berichtet Nikkei Asia. Auch andere Unternehmen wie Semcorp und CATL werden jetzt deutlich genauer überwacht, mit den ersten Konsequenzen.

Wir wünschen uns natürlich die Vielfalt am Markt, aber das nur unter fairen Bedingungen. Daher ist es wirklich gut, dass bei der Produktion innerhalb der „selben Grenzen“ (EU) genau hingeschaut wird und nicht einige Hersteller komplette Narrenfreiheit haben.

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1 Kommentar zu „BYD: Schlechte Arbeitsbedingungen auch im ersten Europawerk?“

  1. Danke für diese Information. In Europa darf es keine Ausbeutung von Arbeitnehmern geben. Und erst recht keine illegale Einwanderung durch chinesische Firmen.

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