Es gibt gute und schlechte Nachrichten bezüglich Browser- und Video-Apps auf Android Auto. Grundsätzlich muss man an diesem Punkt verstehen, dass Google einen Unterschied macht, wenn wir über Android Auto und Android Automotive reden. Android Automotive ist das vollwertige Betriebssystem für Fahrzeuge, Android Auto die Telefonprojektion für Fahrzeuge mit einem kompatiblen Infotainment-Display.
Auch Android Auto, was voraussetzt, dass ihr euer Telefon mit eurem Fahrzeug verbindet, soll in Zukunft Video-Apps unterstützen. Bedeutet: Man kann, wenn das Fahrzeug im Parkmodus ist, sich also nicht bewegt, Videos über das Infotainment-Display angucken. Zum Beispiel YouTube, Netflix und Prime Video, wenn wir im Stau warten oder an der Ladestation stehen.
Das geht heute schon in Fahrzeugen, die Google direkt integriert haben, zum Beispiel Volvo, Polestar, Renault und diverse andere Automarken. Auch bei den aktuellen VW-Modellen setzt man jetzt auf ein Android-System, das diverse bekannte Apps bietet. Wer allerdings ein Fahrzeug hat, in dem er „nur“ Android Auto oder Apple CarPlay verwenden kann, muss weiterhin auf Video-Apps warten.
SmartDroid.de bei Google folgenGoogle gibt für Android Auto vor, welche Apps genutzt werden dürfen
Google hat jetzt angekündigt, dass es weiterhin der Plan ist, Video- und Browser-Apps auch in Android Auto anzubieten. Eigentlich wollte man das in diesem Jahr umsetzen. Doch das Jahr neigt sich mit den letzten zwei ausstehenden Monaten dem Ende zu. Es gibt immer noch keine konkreten Neuigkeiten.
Google hat jetzt auf einer kleinen Konferenz für Entwickler zumindest angekündigt, dass die Video-Apps weiterhin „coming soon“ sind, also demnächst erscheinen werden. Allerdings zeigen die aktuellen Quellcodes und Beta-Versionen von Android Auto leider noch nicht, dass das in den nächsten Wochen passieren wird.
Ganz neu wird dann übrigens auch sein, dass Video-Apps automatisch in die Hintergrundwiedergabe springen, sobald man mit dem Fahrzeug losfährt. Dieses Feature unterstützt YouTube jetzt bei Android Automotive. Wer ein Video anguckt, zum Beispiel ein Podcast-Video, und mit dem Auto losfährt, wird merken, dass zwar das Bild nicht mehr wiedergegeben wird, aber der Ton weiterhin zu hören ist.
Der Nachteil: Zumindest bei YouTube benötigt man dafür ein Premium-Abonnement, das es mit Premium Lite ab 7,99 Euro im Monat gibt.
Wann das alles konkret für Android Auto verfügbar wird, kann uns Google leider immer noch nicht sagen, obwohl Video-Apps und Browser-Apps bereits vor deutlich über einem Jahr angekündigt worden sind. Doch die finalen Entwicklungen stehen weiterhin aus.
Das ist allerdings nicht wahnsinnig neu und überraschend. Große Android-Auto-Veränderungen benötigen oft sehr viel Zeit. Da gibt es immer eine große Diskrepanz zwischen Ankündigung und tatsächlicher Verfügbarkeit. Das ist in diesem Fall leider nicht anders.
Google wird Video-Apps nicht für alle Android-Telefone anbieten
Die Power zumindest hochwertiger Android-Telefone sollte ausreichen, damit auch Video-Apps auf den Fahrzeugbildschirm projiziert werden können. Allerdings braucht es dann etwas mehr Leistung, vor allem in der kabellosen Variante, was auf jeden Fall den Akku leerziehen dürfte. Im besten Fall hat man aber ein modernes Fahrzeug, das das Telefon gleichzeitig kabellos laden kann.
Bei immer mehr neueren Autos haben die Ladeschalen fürs kabellose Laden zudem eine integrierte Kühlung mit einer kleinen Lüftung. So überhitzen die Smartphones nicht mehr so schnell, wenn sie mehr Leistung abrufen, indem sie Android Auto spiegeln und dazu Apps wie Navigation (mit GPS) oder zukünftig Video-Apps ausführen.
