Erst in diesen Tagen hatten wir mit Android O bereits gerechnet, nun hat Google die neuste Android-Version tatsächlich angekündigt. Schon Androd N(ougat) gab es im März mit einer ersten Dev Preview, das überraschte im vergangenen Jahr alle. Nun ist die Überraschung zu Android O vielleicht etwas weniger vorhanden und dennoch da. Aber was bringt die neuste Android-Version mit, die so schnell nach dem Release von Android N bereits angekündigt wird?

Wie schon im Vorfeld bekannt wurde, wird Android O tatsächlich einen weiteren Schritt für ein besseres Energiemanagement mitbringen. Diesmal geht es um die Eingrenzung von Hintergrundprozessen, ähnlich wie es Chrome in Version 57 erhalten hat. Hierbei wird in drei Kategorien (Broadcast, Location, Background Services) unterteilt, sodass quasi jede App auf ihre Bedürfnisse beschnitten werden kann, um den vollen Leistungsumfang bieten und trotzdem den Akku schonen zu können.

Überarbeitet werden auch die Benachrichtigungen. Erneut soll der Nutzer mehr Kontrolle darüber bekommen, welche Benachrichtigungen er erhält. Dafür wird es neue Schnittstellen (Channels) für die Entwickler geben. Beispielsweise für Nachrichten-Apps, um Benachrichtigungen bestimmter Kategorien unterteilen zu können. Optische Anpassungen und eine überarbeitete Gruppierung für Benachrichtigungen sind auch zu erwarten, hierzu fehlen aber bislang Details.

Mit den neuen Autofill APIs erhält Google ein fest integriertes System zum automatischen Befüllen von Textfeldern, in das Apps eingepflanzt werden können. Man wird Autofill-Apps für Android festlegen können, so wie sich zum Beispiel eine Standard-Tastatur festlegen lässt. Definitiv hilfreich für Passwortmanager und ähnliche Apps, in denen wir wichtige Daten hinterlegen.

Überarbeitet wird auch die Anzeige von Fenstern, der Bild-in-Bild-Modus kommt auf weitere Geräte und Multi-Window wird erweitert (Beispiel: Apps können Aktivitäten gezielt auf externen Bildschirmen starten). Zudem gibt es die adaptiven Icons, die dann nicht mehr einfach nur starre Bilder sind. Adaptive Icons können sich ihrer Umgebung anpassen (mehrere individuelle Designs besitzen) und mit Animationen versehen werden.

Es gibt hier und da noch weitere Neuerungen, wie zum Beispiel eine neue AAudio-API für professionelle Audio-Apps mit besonders hoher Performance oder auch neue Java APIs.

UPDATE: Zumindest der System UI Tuner erlaubt in der ersten Dev Preview von Android O auch die Konfiguration der Sperrbildschirm-Verknüpfungen. Beispielsweise mit Zugriff auf Apps oder auch auf einzelne Funktionen von Apps, wie etwa für die Erstellung einer neuen Notiz in Google Keep. [via XDA Devs]

Ebenso findet man im System UI Tuner die Möglichkeit der Anpassung der Navigation Bar. Icons lassen sich auswählen und auch zusätzliche Tasten hinzufügen.

Dev Preview

Natürlich gibt es wieder eine Vorabversion auch von Android O, welche diesmal für das Nexus 5X, 6P und die komplette Pixel-Serie verfügbar ist. Zu Beginn aber noch äußerst instabil, daher nicht unbedingt für den Alltag gedacht. Über den Beta-Kanal wird es Android O zunächst nicht geben. UPDATE: Jetzt ist auch der Zeitplan für Android O bekannt.

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