Eigentlich hatte BYD mit Gods Eye das große Vorhaben, künftig leistungsstarke Assistenzsysteme auch in kleinere und günstigere Modelle zu bringen, doch in Europa startet das System erst mal in einem der teuersten Denza-Modelle. Die gute Nachricht ist, dass es überhaupt hier startet.
Die Hardware in den Autos kann es schon, das Update soll dann 2027 folgen. Früh im kommenden Jahr bringt BYD seine „City Navigation on Driving Assistant“ in den Denza Z9 GT. CNOA soll entlang einer Route durch dichten Stadtverkehr führen und dabei abbiegen, Kreuzungen bewältigen sowie Fahrstreifen wechseln.
Der große Vorteil ist in meinen Augen, dass der nervigste Teil des Autofahrens automatisch vom Fahrzeug erledigt wird. Das System soll dabei rote Ampeln, Vorfahrt an Kreisverkehren und örtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen berücksichtigen. Spurwechsel sollen unter anderem das Umfahren von Zweite-Reihe-Parkern und langsamem Verkehr ermöglichen.
SmartDroid.de bei Google folgenIn diesem Fall kommt reichlich teure Technik zum Einsatz, die das sechsstellig kostende Elektroauto natürlich an Bord hat. Der Z9 GT besitzt laut Denza einen LiDAR-Sensor (Haube auf dem Dach), drei Millimeterwellenradare und zwölf Ultraschallsensoren. Hinzu kommen elf Kameras: vier Seitenkameras, vier Rundumsichtkameras, zwei Frontkameras und eine Heckkamera.

Denza kalibriert gerade die Software und passt sie an die lokalen europäischen Bedingungen an. Genehmigt ist das System bislang wohl noch nicht, das geht jedenfalls aus der Pressemeldung nicht hervor. Wir wissen unter anderem von Tesla, das man mit Versprechen und Ankündigungen vorsichtig sein sollte.
2027 soll offensichtlich das große Jahr der autonomen Fahrassistenten werden, auch Tesla und Xpeng wollen ihre Systeme endlich in Deutschland und anderen EU-Ländern anbieten.
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