Volkswagen will künftig wohl doch unterscheiden, und zwar zwischen den Flaggschiff-Modellen und den Volumenmodellen mit großen Stückzahlen. Es geht dabei um die Software, die nun doch aus China kommen soll. Die neue Architektur von Rivian erreicht hingegen teurere Modelle.
Geplant war eigentlich die Entwicklungen aus dem milliardenschweren Joint-Venture mit Rivian generell im Konzern einzusetzen und erstmals im ID Every1 ab 2027 zu integrieren. Nun soll es laut neuesten Berichten anders werden, um die Sparpotenziale besser auszunutzen, die VW gerade schon erarbeitet hat.
Bis zu fünf Milliarden Euro soll VW sparen können, wenn sie bei den meist verkauften Modellen auf ihre chinesische Technologie setzen (CEA). Schon bei den Entwicklungskosten gibt es riesige Unterschiede, die Entwicklungsstunde kostet in China viermal weniger als in Europa oder den USA.
SmartDroid.de bei Google folgenVW könnte bei großen Modellen bis zu 8000 Euro günstiger sein
Die Rede ist von einer neuen Lösung für die zentralen Zukunftsmodelle, dazu gehören unter anderem ein vollelektrischer Skoda Octavia, der hauseigene ID Golf und der potenzielle ID Passat. 2027 wollte man eigentlich mit der neuen Rivian-Architektur im ID Every1 starten und eine große Premiere feiern.
VW hat zugleich aber in China mit Xpeng und anderen Partnern komplett neue Architekturen und Plattformen realisiert, die jetzt schon in chinesischen VW-Serienmodellen stecken. Das lief dort deutlich schneller und günstiger. Der neue Sparplan sei intern schon vorgestellt, bekam jedoch bislang kein grünes Licht.

Schon seit längerer Zeit diskutiert man mehr oder weniger offen darüber, was von den China-Entwicklungen auch für Europa geeignet wäre. In diesem Fall geht es um die Architektur im Kern der Fahrzeuge, die komplett neue Software ist sehr stark updatefähig und in große Zonen aufgeteilt, nicht mehr in Hunderte einzelne Steuerteile.
Intern muss noch geklärt werden, ob der neue Weg eingeschlagen wird oder nicht. Das sei noch offen. Aber man wirft bei VW „gerne“ Pläne immer wieder über den Haufen und startet dann doch neu. In diesem Fall geht es aber um Grundsteine für das eigene Überleben. (via MM)

klar kostet die Entwicklungsstunde in China 25% von Europa, fort wird ja auch 90% des intellektual Property „vergesellschaftet“ und „wiederverwendet“ für die Fahrzeuge anderer Hersteller. Das gibt sicher klare Wettbewerbsvorteile, die selbe Software wie BYD, XPENG, NIO, und hunderte andere chinesische Hersteller zu haben – nur dass halt VW links oben steht. Den Rest müssen dann halt die „Knöpfchen“ (Muahaha) regeln.
Dann brauche ich auch kein Schlechtes Gewissen haben wenn ich die original Reisschüssel kaufe bzw. fahre. 🤦♂️