Sind die alten Probleme aus der Welt geschafft, stehen ganz schnell die nächsten Herausforderungen vor der Tür. Bei Cupra merkt man das auch gerade, obwohl sich der brandneue Raval in den ersten Monaten wirklich hervorragend verkauft und die elektrische Strategie mit Erfolg untermauert.
Autonews berichtet von rund 51.000 Bestellen für den Raval seit Marktstart, schon 2027 soll das jährliche Volumen auf 100.000 Exemplare ansteigen. Damit könnte der elektrische Kleinwagen auf Anhieb der erfolgreichste Cupra aller Zeiten werden und so ein bisschen die SUV-Strategie der letzten Jahre relativieren.
Doch es gibt ein Problem bei der stark auf Elektroautos fokussierten Strategie, denn hier passen die Gewinnmargen noch nicht. Die alten Verbrenner haben aufgrund ihrer niedrigen Entwicklungskosten bessere Gewinnmargen erzielt, außerdem war man dort deutlich weniger von China abhängig, wie das aktuell bei den Batterien der Fall ist.
SmartDroid.de bei Google folgenElektroautos für die Hersteller mit höheren Kosten verbunden
Cupra könnte also mehr Autos denn je verkaufen, ohne dass sich dabei auch der Gewinn deutlicher nach oben korrigiert. Herausfordernd wird das in den kommenden Jahren, wenn der Anteil der Verbrenner weiter sinkt und Seat als reine Verbrenner-Marke womöglich ausläuft.
„Wir haben derzeit keine Kostengleichheit, deshalb würde ein vollelektrischer Seat heute keinen Sinn ergeben“
Die gute Nachricht ist für Cupra, dass zum Beispiel in Deutschland direkt schon gerne die teure Abt-Variante bestellt wird. Für ein paar mehr optische Bauteile steigt der Preis für den Endkunden und sehr wahrscheinlich mit guter Marge für Cupra, weil es hier keine technische Unterschiede gibt.
VW sprach vor wenigen Jahren von 400.000 Einheiten der Elektro-Kleinwagen jährlich, damit sich die Autos tatsächlich gewinnbringend auswirken. Dabei soll jedes Modell (Cupra Raval, Skoda Epiq, VW ID Polo und ID Cross) ca. 100.000 Einheiten jährlich erreichen.
