CO2: Porsche setzt auf Xpeng nach dem Elektro-Desaster der letzten Jahre

Porsche Taycan erste Generation

Porsche hatte mal einen anderen Plan und wollte 2026 schon deutlich mehr Elektroautos anbieten und verkaufen, doch es kam anders und inzwischen ist der Verbrenner wieder im Fokus des Herstellers. Nun arbeitet man mit Xpeng zusammen und bildet gemeinsam einen CO2-Pool.

Entscheidend ist für die europäischen Hersteller, dass sie ihre CO2-Bilanz jährlich verbessern, vor allem durch saubere Elektroautos. Die EU-Vorgaben werden sukzessive strenger, doch nicht jeder kann diese erfüllen. Eine Möglichkeit ist, vom CO2-Pool anderer Hersteller zu profitieren, was schon länger ein Geschäftsmodell ist, unter anderem für Tesla.

Nun geht Porsche tatsächlich weg vom Mutterkonzern und steigt für 2026 und 2027 bei Xpeng mit ein. Da der chinesische Partner auf dem europäischen Markt ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge vertreibt, kann der deutsche Sportwagenhersteller wiederum seine Flottenemissionen auf dem Papier drastisch senken.

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VW selbst hat 2025 bereits seine CO2-Vorgabe verpasst und hofft 2026 besonders auf den Erfolg der elektrischen Kleinwagen ID Polo, Cupra Raval, Skoda Epiq und ID Cross. Wenn die Vorgaben verfehlt werden, kostet das richtig dicke Strafen. Porsche würde durch den neuen Fokus auf Verbrenner seine Zielvorgaben sehr wahrscheinlich deutlich verfehlen.

Xpeng ist ohnehin schon ein Teil von VW, der deutsche Konzern hat eine Beteiligung an den Chinesen und arbeitet in China eng mit Xpeng zusammen. In Europa soll nun Porsche davon profitieren, dass Xpeng durch sein vollelektrisches Angebot genügend Ressourcen für das Emissionsgeschäft hat.

Porsche kauft sich sauber, wenn man es so ausdrücken will, weil man selbst mit Elektroautos nicht gut genug vorankommt. Die extrem positive CO2-Bilanz von Xpeng bereinigt die Verfehlungen von Porsche. Der eine profitiert von weniger EU-Strafen, der andere bekommt neue finanzielle Ressourcen durch dieses Geschäft.

Die Verkäufe des Taycan sind eingebrochen, die 718er Baureihe ist nach Jahren der Testfahrten auf öffentlichen Straßen immer noch nicht fertig (kommt aber garantiert), die elektrischen Versionen von Macan und Cayenne kamen reichlich spät. Porsche steht mit Elektroautos im Nirgendwo.

Von Xpeng werden deutlich bessere Verkaufszahlen in Europa erwartet, wenn in den kommenden Monaten der neue SUV L03 startet. Es ist ein Mittelklasse-SUV mit Elektroantrieb und Range-Extender, das im Preisbereich von Skoda startet und bei vielen Leuten bereits gut ankam. (via Schmidt Matthias)

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