Es war die wohl größte Überraschung der letzten Monate, denn plötzlich hat Dreame Technology verkündet, dass sie nicht mehr nur Saug- und Putzroboter produzieren und entwickeln wollen, sondern unter Kosmera auch eine eigene Elektroauto-Hypercar-Baureihe auf die Räder stellen.
Die ersten Fahrzeuge erinnern an Bugatti und ähnliche Fahrzeuge und können mit ihrem Look auf jeden Fall überzeugen, denn sie wirken wie europäische Hypercars von den größten Automarken mit der größten Legacy und nicht wie ein „chinesischer Schnellschuss“.
Das ist allerdings auch kein kompletter Neuanfang, denn Dreame soll wohl schon seit einiger Zeit über solche Fahrzeuge nachdenken und das ganze Thema auch entsprechend lange geplant haben. Wir reden hier nicht von einem Rendering, das man mal eben zeigt und dann jahrelang nichts mehr zu hören ist.
Dreame wird wirklich konkret, wenn es darum geht, Kosmera an den Start zu bringen und diese Fahrzeuge tatsächlich sogar in Europa zu produzieren.

Software-First-Ansatz und 2.000 PS
Was aber spannend ist, ist dass Dreame hier in erster Linie nicht ein Fahrzeug baut, sondern einen sogenannten Software-First-Ansatz verfolgt, bei dem das Fahrzeug um die digitale Architektur herum entwickelt wird. Offensichtlich hat Dreame mit Elektromotoren schon derart viel Erfahrung, dass man hier vier „dem Rad nahe“ Motoren mit bis zu 2.000 PS Systemleistung integrieren will. Das macht man nicht mal eben, wenn man keine Ahnung hat und ganz neu anfängt.
Aluminium und Kohlefaser sollen das Fahrzeug besonders leicht machen. Außerdem gibt es eine KI-gesteuerte Kraftverteilung, damit ein hochpräzises, höchstmodernes Torque Vectoring möglich ist, damit die Leistung kontrollierbar und möglichst effizient tatsächlich auf die Straße übertragen werden kann.
Hypercar-Produktion in Deutschland
Was auch interessant ist: Software- und Batterietechnik, das kommt aus China. Mechanische Komponenten will man allerdings von bekannten europäischen Zulieferern beziehen. Und das war’s mit dem Thema Europa noch nicht ganz, denn tatsächlich will Dreame seine Hypercars hier in Deutschland bauen.
Weiterhin sei geplant, dass dafür eine hochautomatisierte Fabrik in der Nähe der Tesla Gigafactory im brandenburgischen Raum entstehen soll. Schon bis Ende diesen Jahres wird das Team an Forschung und Entwicklung auf 2.000 Mitarbeiter anwachsen. Dreame meint es also wirklich, wirklich ernst und das wird in den nächsten Jahren auf jeden Fall spannend zu sehen sein, ob man dann auch tatsächlich liefert.
