Elektroautos: Verbot von künstlichen Verbrenner-Sounds gefordert

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Mit der neuesten Generation elektrischer Modelle und deren sportlichen Versionen kommt auch ein neues Feature hinzu und das sind hörbare Motorensounds. Dabei werden entweder Verbrenner imitiert oder sich stark daran angelehnt. Städte wie Hamburg wollen das langfristig verbieten lassen.

Das ist auch in der Regel die Meinung in den Kommentaren. Im Innenraum soll jeder machen was er will, aber nach außen sollten Elektroautos keinen Ton jenseits der Sicherheitstöne von sich geben, die man bis 30 km/h für den Passantenschutz hören kann. Dieser Meinung bin ich auch.

Die künstlich erzeugten Sounds machen den Vorteil von Elektroautos zunichte. Der größte Vorteil ist eben die wesentlich niedrigere Geräuschkulisse. Egal ob beim Anfahren, während der Fahrt oder gar der bei der Beschleunigung, elektrische Autos sind vergleichsweise ruhig und fast nur über die Reifen hörbar.

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SPD und Grüne aus Hamburg gehen jetzt voran und wollen ein Verbot für künstlichen Sound bei Elektroautos. Dabei möchte man auf Bundesebene erfolgreich sein.

Der Ioniq 5 N ist vermutlich das bekannteste Modell, der auch außen gut hörbar ist und zum Beispiel die früher üblichen Fehlzündungen innen und auch über den Außenlautsprecher imitiert, die in diesem Fall wirklich nur zum reinen Spaß integriert sind:

Komplett sinnlos oder spielerisch ist dieser Sound nicht. Gerade bei Fahrzeugen, die dafür gemacht sind, dass sie im Grenzbereich bewegt werden, sollten für den Fahrer auch gut hörbar sein. Aber das kann man natürlich auf den Innenraum beschränken, außen muss das keiner mitkriegen.

Gerade in Großstädten summiert sich der Klang der Autos durch die schiere Masse enorm. Das sind Elektroautos eigentlich ein sehr großer Gewinn, was die Umgebungsgeräusche und Luft angeht.

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13 Kommentare zu „Elektroautos: Verbot von künstlichen Verbrenner-Sounds gefordert“

  1. „Der größte Vorteil ist eben die wesentlich niedrigere Geräuschkulisse.“

    Ist das wirklich der größte Vorteil? Ich dachte der größte Vorteil ist, dass sie kein Benzin/Diesel verbrennen und so sauberer sind.

  2. Avatar-Foto
    Marc-Oliver Schmidt

    Ich werde zwar als Wohnwagencamper mit Elektroautos noch nicht wirklich warm, verstehe aber auch nicht, weshalb künstliches Motorengedröhne für die Außenwelt hinzugeschaltet werden müsste. Gibt es dafür wirklich einen Bedarf?

  3. eine bestimmte geräuschkulisse sollte aus Sicherheitsgründen schon da sein, damit man die auch hören kann, bevor man überfahren wird. das könnte man jedoch db mäßig stark beschränken. aber es wäre schön wenn man sich individuell aussuchen könnte, dieses gesumme nervt.

  4. ich halte das bedenklich wenn nicht gar gefährlich auf ländlichen Gegenden. ich fahre jetzt schon mehrere Jahre rein elektrisch und hatte schon so manche Situation mit Wildtieren. Tiere nehmen dich zu spät war. Einmal stand ein Reh direkt noch neben mir auf der Straße und hat mich erst in dem Moment wahrgenommen als ich mit siebzig an ihm vorbei fuhr.
    Auch für Menschen eine Gefahr wenn man das Fahrzeug zu spät erkennt mit allen Sinnen.

  5. Ob es schon wieder ein Verbot braucht ist wirklich fraglich, ich bin dagegen.
    Aber ich muss auch sagen, ich finde den Sound innen absolut geil beim Ioniq 5N, wenn man im Manuellen Modus mit dem simulierten DSG fährt, gerade auf der Rennstrecke.
    Den Sound aussen brauch ich aber auch nicht, das finde ich ehrlich gesagt auch affig, was will man damit zeigen? Wie gut die Lautsprecher sind? Dennoch bin ich gegen ein Verbot. Man sieht ja wirklich schon einige Autos fahren, die so einen Sound machen, die sind mir persönlich noch nicht negativ aufgefallen, da sind die Abgasanlagen von Autos und besonders von Motrorrädern sehr viel lauter, die Nerven mich diesbezüglich deutlich mehr. Wie gesagt besonders Motorräder sind unglaublich laut.
    Aber es ist nicht so dass ich das nicht mag, es hängt halt immer ab vom Ort des Geschehens.
    Ich war jetzt wieder ein WE am Nürburgring und es war einfach geil, der Duft des verbrannten Benzins und der Klang, einfach geil.
    Nur in der Stadt und in Ortschaften muss ich das nicht mehr haben.

    1. offensichtlich braucht es das. man kommt ja nicht auf die Idee, dass es für einige Menschen dringend lärmbelästigung braucht. sie können sich selbst doch beschallen wie sie wollen, aber nach außen tragen ist 100% einfach aufdrücken zum Nachteil anderer Menschen. ich geh doch auch nicht bei dir Zuhause vorbei und mach bewusst meinen 100 dbA Lautsprecher an nur weil ich finde Menschen sollten das hören.

  6. Was denn nun!?

    Auf der einen Seite gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen wegen Lärmschutz auch für BEV, weil das Abrollgeräusch ab 30 km/h lauter ist als Motor und Auspuff beim Durschschnittsverbrenner. jetzt soll der Sound bei BEVs weg mit der gegenteiligen Begründung.

  7. Mir tun immer die Typen leid, die in der Stadt mit defekten hochpreisigen Karren fahren müssen, die nicht mal in der Lage sind, im Stadtverkehr fehlzündungsfrei zu fahren. Von durchgerosteten und deswegen lauten Auspuffrohren ganz zu schweigen.

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