Ford-Chef sieht BYD vor Tesla und will mit günstigen E-Autos mithalten

Ford Explorer 2026

Ford steht nicht nur in Europa stark in der Kritik, bei uns hat man alle kompakten und beliebten Fahrzeuge abgesägt. Abgesehen davon wurde bei Elektroautos zunächst der falsche Fokus gesetzt. Nun geht man neue Wege.

Ford-Chef Farley gesteht im neuesten Mediengespräch ein, dass man die erste Generation der eigenen Elektroautos eindeutig „falsch konzipiert“ hatte. Zwar ist es so, dass neue Technik von oben nach unten kommt, also zunächst in teuren Autos ihre Premiere feiert und dann irgendwann günstiger angeboten wird, aber Ford hat erschwingliche Elektroautos zunächst komplett ignoriert.

Das soll sich ändern. Man hat erkannt, dass Elektroautos weltweit besonders zu „erschwinglichen“ Preisen gekauft werden. Der Fokus liegt bei vielen Kunden auf günstigen Stromern, die für ihre tägliche Pendelstrecke eingesetzt werden können. Der Kostenvorteil zum Verbrenner steht im Fokus.

Ford hat deshalb die alten Zöpfe abgeschnitten, durch die man „viel Geld verloren“ hat. Dass sich bei Ford etwas drastisch ändern muss, hat Farley auch dadurch erkannt, weil er regelmäßig chinesische Elektroautos gefahren ist und sich von den Modellen wie dem Xiaomi SU7 immer wieder öffentlich begeistert zeigte.

Farley sieht übrigens in Tesla keinen Marktführer mehr, wenn es um die eingesetzte Technologie geht. BYD wäre hingegen gerade das Vorbild, kein anderes Unternehmen sei bezüglich Kosten, Wettbewerb, Lieferkette, Fertigungskompetenz und geistiges Eigentum derzeit auf dem Level von BYD.

Wenn wir klug sind, nutzen wir die Kostenwettbewerbsfähigkeit von BYD und konkurrieren dann mit dieser Plattform in Marktsegmenten, in denen wir unsere Kunden sehr gut kennen.

Entscheidend sind dabei nicht neue Karosserievarianten, sondern die Preise der Fahrzeuge. Besonders US-Kunden wollen ihre gewohnten Modelle, aber für 30.000 Dollar und nicht für 50.000 Dollar. Ich denke, das kann man ähnlich auf Europa übertragen.

Bei den Leuten ließt man immer wieder vom Wunsch, dass Ford einfach Modelle wie den Focus Elektro anbieten sollte. Zumindest wissen wir, dass es einen elektrischen Fiesta-Nachfolger geben wird, dann aber auf einer Renault-Plattform.

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