Android 6 Marshmallow: Google beendet den längsten Support der Android-Geschichte

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Bild: Nano Banana Pro

Ohne Ankündigung, ohne Blogpost, nur eine geänderte Zeile im Hilfe-Center: In Googles Supportdokument zu den Play-Diensten steht jetzt, dass diese nur noch auf Geräten mit Android 7.0 und höher unterstützt werden, also ab API-Level 24. Android 6 Marshmallow fällt damit nach über zehn Jahren aus der Versorgung. Die Erinnerung an eine Zeit

Fast 11 ganze Jahre

Marshmallow ist die am längsten von den Play-Diensten unterstützte Android-Version. KitKat flog im Juli 2023 nach knapp zehn Jahren raus, Lollipop folgte ein Jahr später. Die kursierende Angabe von exakt elf Jahren stimmt nicht: Android 6.0 erschien Ende September 2015, macht knapp zehn Jahre und zehn Monate.

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Googles eigene Dokumentation ist noch nicht überall nachgezogen. Auf der Übersichtsseite zu den Play-Diensten steht in einem Absatz Android 6.0 als Untergrenze, im nächsten Android 7.0. Die Setup-Seite für Entwickler nennt bereits durchgängig API-Level 24.

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So viele Geräte hängen noch dran

In Googles eigener Versionsverteilung steht Marshmallow bei 0,4 Prozent, Stand Dezember 2025. Die Anzeigegrenze dieser Statistik liegt bei 0,1 Prozent, Android 6 ist also noch drin, aber nicht mehr weit davon entfernt. Google zählt hier Geräte, die sich in den vergangenen 28 Tagen beim Play Store gemeldet haben, also genau die Population, um die es geht.

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StatCounter kommt auf mehr. Rechnet man die kumulativen Werte bei apilevels.com für April 2026 auseinander, landet Marshmallow bei rund 1,4 Prozent. Der Unterschied liegt an der Messmethode: StatCounter zählt Seitenaufrufe im Web, Google zählt Store-Kontakte. Alte Geräte, die noch als Zweithandy oder Browser-Maschine laufen, tauchen im Web-Traffic häufiger auf als in Googles Zahlen.

Bei knapp vier Milliarden aktiven Android-Geräten liegt die betroffene Gruppe damit zwischen etwa 15 und 55 Millionen Stück. Android 7 steht bei Google selbst nur bei 0,8 Prozent. Die Version, die jetzt zur neuen Untergrenze wird, ist also kaum voller als die, die gerade rausfliegt.

Abgeschaltet wird nichts

Solltet ihr unter den Marshmallow-Nutzern sein, keine Panik: Euer Gerät hört nicht auf zu funktionieren. Installierte Apps starten weiter, alte APK-Versionen lassen sich weiter aufspielen. Dafür fehlt der Nachschub, es gibt also keine neuen Play-Dienste, keine aktualisierten Play-Protect-Signaturen, keine App-Updates über den Store.

Die Play-Dienste waren über Jahre die Lebensverlängerung dieser Geräte. Google hat darüber Funktionen neuerer Android-Versionen auf alte Hardware gebracht, etwa das automatische Zurücksetzen von App-Berechtigungen. Der Browser ist ohnehin länger weg, Chromium hat Marshmallow 2022 mit Chrome 107 aufgegeben.

Auch die Google-Apps ziehen nach

Parallel sollen mehrere Google-Apps ihre Mindestanforderungen angehoben haben: YouTube auf Android 10, die Google-App auf Android 11, Gmail auf Android 7. Google hat das nicht angekündigt, die Angaben stammen aus Nutzerberichten auf Reddit. Für YouTube nennen auch die Versionsangaben der aktuellen Builds Android 10 als Minimum.

Hersteller stiegen acht Jahre früher aus

Sicherheitsupdates für Marshmallow gab es zuletzt im August 2018. Google hat die Infrastruktur danach fast acht Jahre weiterlaufen lassen, zuletzt für weniger als ein Prozent aller Android-Geräte.

Seit dem 20. Juni 2025 verlangt die EU-Ökodesign-Verordnung fünf Jahre Updates nach Verkaufsende, und daran halten sich nicht alle Hersteller. Für die gängigen Modelle bleiben LineageOS oder /e/OS die Alternative.

SmartDroid.de als Quelle bei Google

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