Hersteller sehen Root-Zugriff weiterhin als Garantieverlust

Kommt vermutlich nicht so oft vor und ist dennoch interessant zu wissen, weiterhin stellen sich Smartphone-Hersteller bei gerooteten Geräten im Garantiefall quer. Früher war der Root-Zugriff und die Modifizierung eines Android-Smartphones sicher noch häufiger nötig, heute sind aber selbst günstigere Geräte schon enorm gut. Dennoch mag der ein oder andere Nutzer nicht darauf verzichten, was er durch den vollen Systemzugriff noch alles „freischalten“ kann.

Im Laufe der Garantie bzw. Gewährleistung sollte allerdings mit dem gerooteten Gerät nichts passieren, denn eine kostenlose Reparatur eines Defekts lehnen die Hersteller noch immer regelmäßig ab. Den Kollegen liegt mal wieder ein aktueller Fall von Samsung vor, folgend die Mitteilung des Herstellers an den Kunden:

Lassen Sie uns bitte klarstellen, dass Sie mit dem rooten Ihres Mobilfunkgerätes, bewusst und wissentlich auf jeglichen Garantieanspruch verzichtet haben.

Wir gehen davon aus, dass gerade Sie als App-Entwickler, sich dieser Tatsache bewusst sind, da es ja weitläufig, selbst außerhalb von Entwicklerkreisen bekannt ist, dass nach dem rooten, oder im Fall von Apple, jailbreaken, die Garantieleistung nicht mehr vorhanden ist, Zusätzlich weisen Tools wie bspw. „Odin“ den Nutzer darauf hin, dass nach Ausführung des Root-Vorganges, keine Garantieleistung für das betreffende Gerät besteht.

Aus oben genannten Gründen, bleiben wir weiterhin bei unserer Entscheidung, Ihnen keine kostenfreie Garantie- oder Kulanzreparatur anbieten zu können.

Diese Entscheidung ist final und unumstößlich.

In diesem Fall weigert sich Samsung einen Defekt zu reparieren, da das vorliegende Gerät „gerootet“ wurde. Eigentlich betrifft das die Gewährleistung nicht, doch mit einem Anwalt das eigene Recht durchzuboxen werden letztlich wohl die wenigsten Smartphone-Besitzer tun.

Man muss also selbst wissen, ob der Root-Zugriff unbedingt nötig ist oder man sich lieber eine ggf. benötigte Garantiereparatur „sichert“.

  • Timo Falk

    Innerhalb der Gewährleistungsfrist würde ich mit dem Hersteller gar nicht reden, sondern nur mit dem Verkäufer. Bei einem Hardwaredefekt wegen Root die Reparatur zu verweigern ist schlicht nicht im Rahmen des Gesetzes.

    • Selbst die Verkäufer stellen sich gerne quer. Ich selbst empfehle eigentlich immer direkt den Weg zu dem Unternehmen, das im Auftrag des jeweiligen Herstellers repariert. Viele sind bei W-Support. Direkt mit denen zu arbeiten geht oftmals auch einfach schneller. Amazon lässt bei Reparaturen auch immer direkt zum Rep. Dienstleister schicken.

      • Timo Falk

        Beim Verkäufer hat man aber immer bessere Karten als beim Hersteller. Gegen den Hersteller hast du nur die freiwillige Garantie, d.h. selbst mit einer Klage hast du wahrscheinlich mit Zitronen gehandelt. Mit einer Klage gegen den Verkäufer hast du deutlich bessere Aussichten. Drohen reicht meistens schon um „ausnahmsweise auf Kulanz“ eine Reparatur bzw. Austauschgerät zu bekommen.

    • Eric

      Gerade in der gesetztl. Gewährleistung wird es nach 6 Monaten mit der Beweisumkehr für dich richtig schwierig und kostspielig.

      Der wohl einzige mögliche Weg ist zum Verbraucherschutz oder zum Anwalt.
      Leider ist rooten nunmal eine Veränderung am Gerät, wenn auch softwareseitig

      • Timo Falk

        Nicht schwieriger als gegen den Hersteller. Und bei offensichtlichen Serienfehlern reicht ein Hinweis auf entsprechende Foren. Die Händler sind ja nicht blöde.

  • Ich hatte mein LG G3 auch gerootet trotzdem hat LG den defekten SIM-Slot getauscht, natürlich habe ich das Gerät vor dem Einsenden auf Werkseinstellungen zurückgesetzt falls dies durch den Defekt nicht mehr möglich ist kann es aber eventuell auch bei LG Probleme geben.

  • Christoph

    Sag mal, klaut ihr die Texte eigentlich bei mobiflip oder gehört ihr irgendwie zusammen?

    • Denny klaut natürlich täglich bei uns, sieht man doch, wenn man hier liest.

    • 1. wir gehören nicht zusammen, kommen aber gut miteinander klar.
      2. wir klauen nicht, mobiFlip ist wie zig andere Seiten für diverse Artikel eine Quelle für uns. Umgekehrt genauso, sind wir die Quelle für andere Blogs.
      3. die Quelle ist am Ende des Artikels oder im Artikeltext immer verlinkt.

      • Christoph

        :-) oki doki
        ich les ja auch beide sollte keine Kritik sein

  • Schtief

    Nach der Aussage Samsungs über „Odin“ scheint es ja kein Problem zu sein wenn man damit sein Gerät mit einer der offiziellen Firmwares flasht, oder sehe ich das falsch? Das hatte ich nämlich gemacht, weil die freie DBT von Android 7 für S7 Edge so ewig hat auf sich warten lassen.