LG präsentiert zum Mobile World Congress das neue G6, ein durchaus interessantes Flaggschiff-Smartphone mit Android an Bord und einigen interessanten Faktoren. Hinlänglich sind diverse Details des LG G6 bereits bekannt, darunter das QHD+ Display mit 18:9 Bildformat,  5,7″ Diagonale und sogar HDR-fähig. LG kann sich das erlauben, auch weil der Rahmen um das Display herum im Vergleich zum G5 deutlich geschrumpft werden konnte. FullVision nennt es der Hersteller und feiert es hart ab, zur Präsentation hat man gefühlt über nichts anderes geredet.

Irgendwie erinnert das LG G6 wieder an alte Tage, als der südkoreanische Hersteller zu Zeiten des G2 mit einem bis heute erstklassigen Smartphone Samsung und Co übertrumpfen konnte. LG konzentriert sich wieder auf die wesentliche Dinge – Design, Haptik und nützliche Funktionen. Aufgrund des Displays hat man auch die Software überarbeitet, LG-Apps passen sich horizontal wie auch vertikal perfekt an das Display an und bieten in der Regel einen Square to Square-Look.

Weggefallen sind nach nur einem Jahr wieder die Module „LG Friends“, die wird aber vermutlich keiner vermissen. Dafür ist nun der Akku fest verbaut, was aber auch mit dem jetzt wasserdichten Gehäuse zusammenhängt. Dieses ist übrigens zum Teil aus Metall und soll laut ersten Aussagen ein wahrer Handschmeichler sein. An der Rückseite ist eine Dual-Kamera zu finden, jetzt mit zwei 13 MP OIS Sensoren. Einer davon ist für einen optionalen 125° Weitwinkel.

LG G6: High-End und irgendwie doch nicht so ganz

Jetzt aber zu den harten Fakten, wir wollen natürlich das Spec Sheet kennen lernen. Und da kann LG leider nicht ganz auftrumpfen, denn beim Prozessor kommt noch ein „alter“ Snapdragon 821 zum Einsatz. Ohne Zweifel hat dieser Chip ohne Ende Power und wird noch paar Jahre schnell genug sein, die Konkurrenz wird aber vielleicht demnächst schon mit dem neueren Snapdragon 835 auftrumpfen können.

Des Weiteren gibt es 4 GB RAM Arbeitsspeicher, 32/64 GB Datenspeicher, einen 3300 mAh Akku, eine 5 MP Frontkamera und das Gehäuse ist dank IP68 Zertifizierung wasserdicht. WiFi-ac, Bluetotoh 4.2, GPS, USB Type C (unterstützt Quick Charge, USB 2.0), NFC und die üblichen Sensoren sind selbstverständlich auch an Board. Für den Sound verspricht Dolby Vision, an der Rückseite ist zudem ein Fingerabdrucksensor zu finden.

Noch eine letzte Besonderheit sollte erwähnt werden. Wie im Vorfeld schon bekannt wurde ist das LG G6 tatsächlich das erste Android-Smartphone mit dem Google Assistent, welches nicht direkt von Google kommt. Auch andere Geräte werden den Assistent erhalten.

Zum Zeitpunkt des Artikels fehlt mir noch ein Preis, welcher mit Sicherheit aber in den üblichen Regionen liegen wird. UPDATE: Leider bringt LG unterschiedliche Modelle in den Handel, sodass es für uns in Deutschland kein Wireless Charging gibt, der Quad DAC-Audiochip ist exklusiv für asiatische Märkte und für die restliche Welt (auch für uns) wird es nur die 32 GB Variante geben.

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  • Patrick Bäder

    Finde das G6 super :)

    Werde es mir wahrscheinlich kaufen wenn es in einem für mich annehmbaren Preisbereich angekommen ist ;)

    Leider nur ein Snapdragon 821 und nicht der 835, aber ich hab auch mit dem 808 in meinem G4 keine Performanceprobleme und daher denke ich mal das mir der 821 im G6 noch lange Zeit ausreichen wird.

    • ausreichen wird der wirklich noch lange, das ist mal sicher

      • Patrick Bäder

        ;)

  • Gibt es jetzt schon Infos zum Preis?

  • Blub

    Pro:
    Frontseite
    Specs

    Contra:
    Rückseite
    LG Software