Bei den Franzosen geht es noch nicht zu 100 Prozent elektrisch weiter, aber die Elektromodelle werden auch bei Peugeot einen höheren Stellenwert einnehmen. Schon 2027 geht es mit dem ersten Modell los, das dann auf einer komplett neuen Plattform steht.
Wie bereits angekündigt, kommt ab 2027 die neue Plattform STLA One zum Einsatz und Peugeot feiert wohl die Premiere im neuen 208er. Obwohl gerade erst ein GTi auf der aktuellen Plattform erschienen ist, kommt die generell neue Generation bereits nächstes Jahr an den Start. Ein echter Angriff auf VW und Co.
Für die Marke ist es der Wendepunkt, denn der neue E-208 ist nicht weniger als das „technologische Schaufenster der Marke“, schreibt Automobilwoche im Bericht über die Peugeot-Pläne der nächsten Jahre. Peugeot selbst hat bereist hohe Erwartungen in den letzten Monaten geschürt, unter anderem mit der Polygon-Studie als Basis für den neuen E-208.
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STLA One macht es möglich, dass Autos aus den Segmenten B, C und D dieselbe Basis haben. Ähnliches plant VW mit SSP ab 2028 (oder sogar noch später). Effiziente Antriebe und daher höhere Reichweiten, aber auch neueste Software- und Elektronikarchitekturen sowie bessere Ladezeiten werden damit umgesetzt.

Was der eigentliche Knaller ist und das steht weiterhin fest: Peugeot plant vom neuen E-208 sogar eine Version mit Steer-by-Wire anzubieten, also ohne mechanische Lenkung. Deshalb das Hypersquare-Lenkrad, denn die rein digitale Lenkung benötigt kein rundes Lenkrad mehr und schafft im Innenraum deutlich mehr Platz.

Auf den E-208 folgt dann auch direkt der technisch ebenbürtige E-2008, also eine SUV-Version des Kleinwagens. Hier gibt es dann womöglich etwas mehr Platz und vor allem auch noch größere Akkus für höhere Reichweiten. Wäre schon sehr erfreulich, wenn bereits der E-208 die 500 Kilometer knackt, die aktuelle Ausgabe hat maximal 410 nach WLTP.
Ein weiteres Modell auf STLA One sei ein neues „vollelektrisches Kompakt-SUV“, das wohl größentechnisch unterhalb des VW ID.4 liegt. Kunden sollen angesprochen werden, denen der Peugeot 3008 bereits zu groß und zu teuer ist, daher rechnen wir mit einem echten Volumenmodell zum „fairen“ Preis.
Bei anderen Modellen wie 308 oder 5008 ist weiterhin mit Multi-Energy geplant, Kunden können da noch Verbrenner kaufen. Außerdem erwartet man den Europastart der Konzeptmodelle 6 und 8, die aus China kommen und dort entwickelt werden. Da passiert jedenfalls einiges bei der französischen Marke und wir dürfen uns auf viel Neues freuen.

In den nächsten zwei Jahren stehen große Veränderungen an, wenn die europäischen Volumenmarken auf neue Plattformen und Architekturen wechseln. Ich habe da ehrlich gesagt richtig Bock drauf und Vorfreude.
