Die europäischen Autohersteller rüsten sich für ihre Zukunft und stellen in den kommenden Jahren auf hochflexible Elektroauto-Plattformen um. Stellantis will VW zuvorkommen und mit STLA One bereits 2027 starten.
Die neue Plattform wurde jetzt recht überraschend vorgestellt und schon fürs nächste Jahr angekündigt. Sie ist flexibel und skalierbar, die neue Mega-Plattform soll Fahrzeuge im B, C und D-Segment gleichermaßen bedienen und ist die technische Basis für mehr als 30 künftige Modelle im Stellantis-Konzern.
Bei VW wird das durch SSP übrigens sehr ähnlich sein. Hersteller wie BYD können Flash-Charging heute schon in Fahrzeuge der Oberklasse und zugleich in der Mittelklasse einbauen.

Durch ein einheitliches Schnittstellendesign und die Wiederverwendung von bis zu 70 Prozent der Komponenten will das Unternehmen die Kosteneffizienz um 20 Prozent steigern und die Entwicklungszeiten neuer Modelle deutlich verkürzen können. Oder kurz gesagt: Künftig teilen sich noch sehr viel mehr Autos dieselbe grundlegende Technik.
Stellantis setzt ebenfalls auf Cell-to-Body-Bauweise, dabei wird die Batterie direkt in die tragende Fahrzeugstruktur eingebaut. Außerdem gibt es den vollelektrischen Antrieb auf Basis von 800 Volt, Volkswagen wird mit SSP ebenfalls grundlegend umsteigen, aber wohl zwei bis drei Jahre später.
Zu guter Letzt setzt man bei STLA One-Fahrzeugen vermehrt auf günstigere LFP-Batterien. Dass diese noch reichlich Potenzial haben, zeigt unter anderem BYD mit seinem Flash-Charging (bis 1.500 kW DC-Laden).
800 Volt bei europäischen Volumenherstellern künftig der Standard
Für den Kunden bedeutet die neue Technik im besten Fall noch etwas bessere Fahrzeugpreise, weil der Hersteller wieder mehr Marge generieren kann. Außerdem dürfte der Wechsel auf 800 Volt vor allem bessere Ladeperformance in vielen Autos möglich machen, gerade auf der Langstrecke ist das mehr der Knackpunkt als Gesamtreichweite eines Akkus.
