NIO und Xiaomi: Range-Extender und Elektroautos entfachen Streitereien

SkyNomad N90 3

Der sogenannte Range-Extender ist in China schon etwas weiter verbreitet, in Europa findet man solche Autos noch kaum. Ob das Modell mit dem Elektroantrieb und Turbomotor überhaupt große Zukunft hat, darüber streiten sich die Geister und auch die CEOs der chinesischen Hersteller wie Xiaomi und NIO.

Xiaomi stand bis vor wenigen Wochen für reine Elektroautos, doch gerade hat man mit SkyNomad gleich zwei Range-Extender vorgestellt. Geht es nach den Herstellern, ist es gerade für große Autos die perfekte Lösung, denn dadurch müsste die schwere und teure Batterie nicht so groß sein, außerdem ist eine sehr hohe kombinierte Reichweite möglich.

SkyNomad N70 und N90 14

Es gibt allerdings chinesische Hersteller wie NIO, die halten davon gar nichts und gehen vollelektrisch ihren Weg. Wirklich rein elektrische Automarken gibt es nur wenige, darunter Tesla und Rivian aus dem Westen, Marken wie NIO aus dem Osten. In Europa sind es maximal extrem kleine Marken wie Rimac.

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Ein Punkt, den Leute wie Fei Shen von NIO bzw. Onvo anbringen, ist der Gewichtsvorteil für das reine Elektroauto. Denn spätestens mit der Kombination aus Elektroantrieb, großem Akku und Turbomotor als Generator, sind auch die Range-Extender echte Schwergewichte. Vergleichbare Stromer wären 400 bis 600 Kilogramm leichter, sagt Shen.

Für den Xiaomi-Chef ist hingegen keiner der Antriebe klar überlegen. Es käme viel mehr darauf an, wie das Produkt definiert ist und welche Art der Benutzererfahrung angestrebt wird. Es gäbe laut Lei Jun keinen klaren Gewinner zwischen beiden Technologien, denn „entscheidend ist, welches Produkt das bessere Gesamterlebnis bietet“.

Schon vor Jahren sah man das bei NIO gänzlich anders. „Das goldene Zeitalter der dreireihigen SUVs mit Reichweitenverlängerung neigt sich dem Ende zu, und die Ära der vollelektrischen dreireihigen SUVs beginnt gerade erst“. Inzwischen wäre längst die Ära „der vollelektrischen dreireihigen SUVs tatsächlich angebrochen“.

Oder anders gesagt: NIO sieht sich mit vollelektrischen Modellen in allen Größenklassen ganz klar auf dem richtigen Weg und hält vom Range-Extender gar nichts, sieht diesen sogar eher als Rückschritt an. Tut aber nichts zur Sache, denn selbst VW bietet nun Range-Extender in China an und könnte sie nach Europa bringen. (via EV)

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2 Kommentare zu „NIO und Xiaomi: Range-Extender und Elektroautos entfachen Streitereien“

  1. Ich selbst habe bereits einen Ford Kuga PHEV, einen Leapmotor T03 und einen MG 4 Urban EV im Eigentum stehen.

    Ich sehe es ebenfalls so, dass es vom Nutzerverhalten abhängt und daher nicht klar gesagt werden kann Hybrid oder voll EV ist besser.
    Für mich persönlich reichen in 90% der Fälle 120km Reichweite aus, bis ich zu Hause laden kann – aus diesem Grund wäre ein EV hier sicher sinnvoller, auch was Unterhaltskosten angeht.

    Es bringt aber auch nichts, wenn der Pendler mit dem Schlachtschiff nur 300-400km weit käme und jeden Tag im Zweifel einen Tankstop einlegen muss. Vom ggf. 1000km weit entfernten Urlaub ganz zu schweigen.

    Grundsätzlich sehe ich die Hybridtechnik durchaus als Kritisch an, allein daraus, dass zwei mögliche Fehlerquellen in einem Auto verbaut werden und es entsprechend komplexer wird, als ein reines E-Auto.

    Dennoch hängen viele Kunden an Ihren Verbrennern (wieso auch immer…). Da macht es den Umstieg sicher leichter erstmal einen Hybrid zu fahren.

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