Es soll in Zukunft an den EnBW-Standorten noch etwas schneller werden, durch neue Ladestationen von xCharge werden die leistungsfähigsten EnBW-Standorte künftig satte 480 kW je Ladestation möglich machen.
Das lässt sich aktuell vor allem mit diversen chinesischen Elektroautos nutzen, denn im Volumenmarkt gibt es meines Erachtens gar kein europäisches Auto mit diesen Werten. Bei BMW kommt man gerade knapp über 400 kW, ansonsten müsste man schon zu einem AMG GT greifen, um mit dessen 650 kW diese Ladesäulen auszulasten.

Ein weiterer großer Vorteil ist jedoch vor allem die geteilte Leistung, denn bei zwei angeschlossenen Autos stehen immer noch 240 kW je Fahrzeug zur Verfügung. Das ist dann schon eher etwas, wovon einige europäische Elektroautos profitieren. Ist jedenfalls ein Sprung von den bisher üblichen 200 oder weniger kW, wenn „Powersharing“ stattfindet.
SmartDroid.de bei Google folgenBis zum Ablauf des Jahres 2026 beabsichtigt die EnBW, eine zweistellige Anzahl an Ladeparks mit der neuen 480-Kilowatt-Technik ans Netz anzuschließen. Geplant ist der Ausbau primär an Standorten entlang deutscher Fernstraßen und Autobahnen. Bei den städtischen Ladeparks dürfte es erst später zur Aufrüstung kommen.
Technisch gesehen ist EnBW damit jedenfalls recht weit vorn. Vor allem die Chinesen wollen mehr bieten, die Autohersteller BYD und Xpeng wollen großflächig mit über 1.000 kW starken Ladestationen auftrumpfen. Vorrangig für die eigenen Elektroautos mit der entsprechenden Leistung. Diese lasten „typisch europäische“ Systeme derzeit voll aus, ein BYD-Modell mit Flash-Charging nutzt zB 400 kW von 0 bis fast 100 Prozent maximal aus.
Derzeit sind nicht mehr unbedingt die Autos das Problem, sondern oft genug ist es die Ladeinfrastruktur, die manchmal ihre Leistungswerte gar nicht bieten kann: Schnelllader-Dilemma: Wenn die Ladesäule nicht mitmacht, nutzen 400 kW (oder mehr) gar nichts.
