Vom Labs-Experiment zum Produkt: NotebookLM heißt jetzt Gemini Notebook

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Bild: Google

Google benennt sein KI-Recherchewerkzeug NotebookLM in Gemini Notebook um. Der neue Name und ein neues Logo erscheinen nach und nach über die verschiedenen Oberflächen hinweg und sollen sich über mehrere Wochen verteilen. Als Produkt bleibt Gemini Notebook eigenständig und weiterhin auf Recherche und Zusammenfassungen ausgerichtet. Nach eigenen Angaben nutzen den Dienst 30 Millionen Einzelpersonen und 600.000 Organisationen.

NotebookLM hat einen bemerkenswerten Weg hinter sich. Vorgestellt wurde das Werkzeug im Mai 2023 auf Googles Entwicklerkonferenz I/O, damals noch unter dem Namen Project Tailwind. Kurz darauf startete es als experimentelles Angebot der Abteilung Google Labs für eine kleine Gruppe von Testern in den USA. Das Kürzel LM steht für Language Model, also Sprachmodell. Google wollte damit zeigen, wie eine Notiz- und Recherche-App aussehen kann, wenn ein Sprachmodell von Anfang an ihr Kern ist.

Aus diesem Versuch ist über die Jahre ein ausgereiftes Produkt geworden, das inzwischen eigenständig recherchiert und sogar eigenen Code ausführt. Den viralen Durchbruch brachte 2024 die Funktion Audio Overviews, die aus euren hochgeladenen Quellen automatisch einen podcastähnlichen Dialog zweier Stimmen erzeugt und dem Werkzeug viel Aufmerksamkeit verschaffte. Seit 2025 gibt es NotebookLM zudem als eigene App für Android.

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Geleitet wurde das Projekt lange von der Produktmanagerin Raiza Martin, die Google Ende 2024 allerdings verließ, um ein eigenes Startup zu gründen. Dass aus einem kleinen Labs-Experiment ein vollwertiges Produkt wurde (und es nicht direkt ohne Umwege auf dem berühmt-berüchtigten Friedhof landete), war zu Beginn nicht absehbar.

Ein Name für ein breiteres Publikum

Die Umbenennung ist mehr als Kosmetik. Sie ordnet das Werkzeug klarer in Googles Gemini-Familie ein und deutet an, dass der Konzern ein breiteres Publikum ansprechen will. Der bisherige Name war dafür eher hinderlich, denn nicht alle wissen, dass etwa LM für Language Model steht oder dass in KI-Chatbots überhaupt ein Sprachmodell steckt. Gemini Notebook ist da eingängiger.

Für euch ändert sich technisch wenig. Bestehende geteilte Notebooks und Links funktionieren weiter, weil Google automatisch weiterleitet, ein Eingreifen von Administratoren ist nicht nötig. In der mobilen App kann ein Update fällig sein. Die Änderung betrifft Workspace-Kunden, Individual-Abos und private Google-Konten mit Zugang zu dem Dienst.

Hinweise auf anpassbare Gemini-Stimmen

Losgelöst von der Umbenennung ist eine weitere Neuerung aufgetaucht, die Google bislang nicht angekündigt hat. 9to5Google fand im Code der Beta-App (Version 17.41.12) Textbausteine, die auf eine anpassbare Stimme hindeuten. Solche Funde aus APK-Teardowns, also der Analyse der App-Dateien, zeigen geplante Funktionen, die nicht zwingend erscheinen müssen.

Den Hinweisen zufolge sollt ihr die Stimme über vier Eigenschaften steuern. Energie, Förmlichkeit und Wärme lassen sich demnach in den Stufen niedrig, mittel und hoch wählen, die Geschwindigkeit in langsam, normal und schnell. Die Einstellung soll in Gemini Live und im normalen Chat greifen.

Das passt ins Bild, denn Google arbeitet schon länger an einer flexibleren Sprachausgabe. Mit dem bislang größten Update für Gemini Live ließ sich etwa die Sprechgeschwindigkeit anpassen, und schon zum Start der Pixel-10-Reihe stellte Google wählbare Akzente und Sprechtempo in Aussicht. Einen ähnlichen Weg geht Apple mit iOS 27, wo sich Tempo und Ausdrucksstärke von Siri einstellen lassen. Ob und wann Google die Regler ausrollt, ist offen.

SmartDroid.de als Quelle bei Google

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