Google hat inzwischen einige langjährige Partner gewinnen können, die in ihren Fahrzeugen das vollwertige Android Automotive anbieten inklusive der Google-Dienste – Volvo, Polestar, Renault, Ford. Aber hier gibt es schon fast ein größeres Update-Problem als bei den Hunderten Smartphone-Herstellern und ihren Modellen. Eine Lösung folgt jedoch ab Android 17.
Google und Qualcomm werden zukünftig dafür sorgen können, dass der Zugang zu neuen Updates und Funktionen vereinfacht wird und damit schneller vonstattengehen kann. Das ist wichtig in der heutigen Zeit, wenn es immer mehr Software-definierte Autos gibt, bei denen generell vom Vorteil der hochgradigen Updatefähigkeit gesprochen wird.
Qualcomm und Google haben eine Partnerschaft für eine vereinheitlichte Referenzplattform für das Android Automotive OS angekündigt, die mit Android 17 (ab 2026) eingeführt wird. Durch diese Kooperation erhalten Fahrzeuge mit Snapdragon-Chipsätzen laut Ankündigung einen schnelleren Zugang zu neuen Google-Funktionen und Cloud-basierten Diensten.

Von Smartphones bekanntes System reduziert Komplexität bei Systemupdates
Das neue Tool erinnert dabei an „Project Treble“ aus der Smartphone-Welt und es wird gewissermaßen in die Welt der Android-Fahrzeuge übertragen. Dabei wird vor allem die Trennung von Betriebssystem und Hardware-spezifischer Software ermöglicht, was die Aktualisierung der durch den Nutzer bedienten Software grundsätzlich vereinfacht, weil es weniger Aufwand benötigt.
Qualcomm garantiert außerdem einen Zeitraum von zehn Jahren für kritische Software-Updates, um der langen Lebensdauer von Fahrzeugen gerecht zu werden. Wobei wir hier kaum besser als bei Smartphones aufgestellt sind, da gibt es für Flaggschiffe immerhin schon eine Updategarantie über sieben Jahre.
Qualcomm deckt viele seiner Chips ab und damit viele Autos ab
Qualcomm deckt maximal viel Hardware ab, denn diese Initiative umfasst vier Generationen von Snapdragon-Automobil-Chipsätzen und unterstützt mehr als 14 einzelne Prozessortypen. Aufseiten der Autohersteller sollen durch die standardisierte Plattform die Kosten für die Software-Entwicklung reduziert werden können und die Markteinführungszeit neuer Modelle lässt sich verkürzen.
Für den Autobesitzer bedeutet das eine deutlich bessere Pflege der Software und schnellerer Zugang zu neuen Funktionen. In der Smartphone-Branche sehen wir seit Jahren, dass die Dritthersteller nur wenige Monate nach Google eine neue Software bereits ausliefern können. Einen ähnlichen Effekt erwarten wir nun auch bei den Autos.
Durch diese Zusammenarbeit können Automobilhersteller von deutlich vereinfachten Android-Updates, einer optimierten Integration, geringeren Entwicklungskosten und einer schnelleren Markteinführung profitieren, unterstützt durch einen soliden 10-Jahres-Plan für wichtige Software-Updates.
Android Automotive erschien bislang auch im jährlichen Rhythmus in einer neuen Version, allerdings kamen die Hersteller mit der Auslieferung neuer Versionen nicht so schnell hinterher. Seit Einführung von Android Automotive 15 gab es sogar in drei Updates, die ursprüngliche Version und zwei Quartals-Aktualisierungen, wobei Android 25Q2 für Android 16 steht.
